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Basketball: 2. Bundesliga Pro B

Unwiderstehliche WWU Baskets holen bei den TKS 49ers den zehnten Sieg

Münster

Die WWU Baskets sind momentan nicht zu stoppen. Das Team von Trainer Björn Harmsen gewann bei den TKS 49ers in Kleinmachnow/Potsdam mit 85:67 (39:30). Ryan Richmond erzielte 30 Punkte, der Spitzenreiter gelang der zehnte Sieg im zehnten Spiel – und ist damit vorzeitig Halbzeitmeister der Pro B Nord.

Von Alexander Heflik

Sensationelle Werte: Ryan Richmond (links) erzielte 30 Punkte, angelte sich sieben Rebounds und gab sieben Assists – Foto: Jürgen Peperhowe

Die Superserie der WWU Baskets Münster steht wie eine Eins. Auch das Spitzenspiel bei den TKW 49ers in Kleinmachnow gewann das Team von Trainer Björn Harmsen. Und wie. Der verlustpunktfreie Tabellenführer siegte mit 85:67 (39:30), die Konkurrenz erstarrt fast schon. Mehr noch: Mit diesem Sieg ist dem Spitzenreiter die Halbzeitmeisterschaft in der Pro B nicht mehr zu nehmen. Einziger Verfolger, allerdings schon mit zwei Niederlagen in zehn Partien, ist der SC Rist Wedel.

Weihnachtsgeld für Harmsen?

„Ich hoffe, ich bekomme jetzt Weihnachtsgeld“, unkte Harmsen auf der Rückfahrt, als neben ihm Manager Helge Stuckenholz saß. Um dann auf den Punkt zu kommen: „Mich freuen die zehn Siege ungemein. Aber der entscheidende Faktor sind die Jungs, die wirklich super gearbeitet haben in der letzten Zeit.“ Auch wie die Ausfälle von Cosmo Grühn und Kai Hänig kompensiert wurden, sei eine tolle Leistung des Kollektivs, so Harmsen.

Angeführt von einem überragenden Ryan Richmond gewann Münster das Kräftemessen zweier Top-Teams. Ein Spielviertel und ein paar Minuten oben drauf war der „Regionale Sportverein (RSV) Eintracht Teltow, Kleinmachnow, Stahnsdorf von 1949“ in der Lage Paroli zu bieten. Mit 22:17 führten die Hausherren, ehe die Baskets die Regie übernahmen.

Baskets zur Pause vorn

Bereits zur Pause hatte sich das Blatt gewendet, als Münster mit neun Punkten in Führung lag. Am Ende des dritten Viertels war das Polster auf 16 Zähler angewachsen. Zweifel am Sieg der Baskets hatte da wirklich keiner mehr. Am Ende lagen gewaltige 18 Punkten zwischen den Hausherren und den Gästen. Münster marschiert und marschiert durch die Liga, erzielt durchschnittlich 95 Punkte und verteidigt so, dass der Gegnerschaft in der Regel nicht mehr als 76 Zähler zugestanden werden.

So gesehen verkauften sich die TKS 49ers teurer als der Rest der Zwölfer-Liga. Wenn am nächsten Wochenende Lok Bernau nach Münster kommt, kann die makellose Hinrunde des Clubs perfekt gemacht werden.

Sonderlob für Pahnke und Günther

Harmsen hatte erwartet, dass die Entscheidung im Kampf der Systeme fallen würde. „Wir haben sehr, sehr gut verteidigt, vor allem im zweiten Viertel“, befand der Coach. Und Münster konnte in der Offensive auf Richmond setzen, der viele wichtige Würfe traf. Der Klassenprimus wollte das Tempo hochhalten, die 49ers wollten unter den Körben mit Tempodrosselung die Vorteile herausholen – das Konzept der Gäste ging voll auf.

Zahlen und Fakten:

„Gerade Japser Günther und Oliver Pahnke haben den Aufbau der Hausherren super unter Druck gesetzt“, sah Harmsen hier einen weiteren Vorteil für seine Mannschaft. Die Rollenverteilung habe einfach gepasst.

Weil die nächste Partie gegen Bernau wieder am Samstag in eigener Halle gespielt wird, gibt es nur einen freien Tag. Die Serie soll fortgesetzt werden, keine Frage. Ein Ausrutscher vor eigenem Publikum ist unerwünscht. Vermutlich werden – trotz Corona und besonderen Einschränkungen – mehr als die rund 200 Besucher von Kleinmachnow in der Halle Berg Fidel sein.

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