1. www.wn.de
  2. >
  3. Sport
  4. >
  5. USC fährt in Bestbesetzung nach Wiesbaden

  6. >

Volleyball: Bundesliga

USC fährt in Bestbesetzung nach Wiesbaden

Münster

Siegen oder fliegen – in Wiesbaden geht es für die Damen des USC Münster am Samstag um den Einzug ins Halbfinale des DVV-Pokals. In der Bundesliga verlor der USC das direkte Duell. Doch der jüngste Überraschungscoup in Potsdam hat den Schützlingen von Lisa Thomsen viel Mut gemacht.

Von Wilfried Sprenger

Wieder an Bord: Erika Kildau. Ob die Libera direkt in die Startformation rutscht, verriet Lisa Thomsen am Freitag nicht. Foto: Jürgen Peperhowe

Profisportler setzen sich in der Regel große Ziele. Wenn Volleyballer einen Wunschzettel schreiben dürften, würde gewiss auch die Teilnahme am Pokalfinale darauf notiert. Dieser Endspieltag ist ein ganz besonderes Event. Und deshalb hat er für jede Mannschaft einen hohen Stellenwert.

Im Frauen-Bereich dürfen sich aktuell noch acht Teams Hoffnungen auf die Qualifikation für das große Fest am 6. März in Mannheim machen. In den Viertelfinal-Partien am Wochenende reduziert sich die Zahl auf vier. Der USC Münster kämpft am Samstag (19 Uhr) beim Liga-Konkurrenten VC Wiesbaden ums Weiterkommen. „Ich bin der festen Überzeugung, dass wir das schaffen können. Wir haben Charaktere in unserer Mannschaft, die genau für solche K.o.-Partien Volleyball spielen“, sagt Trainerin Lisa Thomsen.

Sieg gegen Potsdam verleiht Selbstvertrauen

Auswärtsspiele in Wiesbaden organisiert der USC gewöhnlich als Eintagestrip. Der Club muss sparen, diesmal räumt er den Damen eine Vorbereitung mit Übernachtung und Frühtraining am Samstag ein. „Darüber freuen wir uns riesig. Das ist ein sehr positives Signal“, erklärt Thomsen. Womöglich ist es auch eine Reaktion auf den jüngsten Coup der Mannschaft. Am vergangenen Freitag gewann der USC unerwartet in Potsdam und fügte dem Gastgeber die erste Saisonniederlage zu. Tatsächlich versetzten die Münsteranerinnen da einen kleinen Berg. Mit gestiegenem Selbstvertrauen flogen sie danach durch die Trainingswoche. „Innerhalb der Mannschaft war immer der Glaube da, so etwas schaffen zu können. Nun haben wir es endlich umgesetzt. Das war super wichtig“, so Thomsen.

In Wiesbaden steht ihr der komplette Kader zur Verfügung, auch Libera Erika Kildau ist wieder an Bord. Ob sie direkt in die Startformation rutscht, ließ die Trainerin am Freitag offen. Kildau-Vertreterin Marta Hurst löste diese Aufgabe zuletzt überzeugend. In der Bundesliga unterlag der USC vor einigen Wochen 2:3 gegen Wiesbaden. Dabei vergab er zwei Matchbälle. „Wir haben da noch eine Rechnung offen“, erklärt Thomsen.

Startseite
ANZEIGE