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Volleyball: Bundesliga Frauen

USC Münster erwartet „Wundertüte“ Erfurt und peilt Platz sieben an

Münster

Der USC zeigte in dieser Saison schon einige überzeugende Leistungen. Von neuen Bundesliga-Begegnungen wurden aber erst drei gewonnen. Das soll sich ändern an diesem Freitag im Heimspiel gegen Erfurt.

Von Wilfried Sprenger

Talent Mia Kirchhoff hat ein Doppelspielrecht. Am vergangenen Wochenende spielte die 17-Jährige für den VC Olympia Münster, gegen Erfurt rückt sie zurück in den USC-Kader. Foto: Jürgen Peperhowe

Jahresendspurt in der Volleyball-Bundesliga. Der USC pendelt an den letzten Tagen zwischen Pflicht und Kür. Im Meisterschaftsbetrieb kommt es an diesem Freitag (18 Uhr, Sporthalle Berg Fidel) zum Duell mit dem Tabellen-10. SW Erfurt. Am 29. Dezember geht es für die Unabhängigen noch einmal tief in den Süden – als Gast der Roten Raben Vilsbiburg (Neunter) beschließen sie die Hinrunde. Und zwischendurch gibt es am Dienstag nächster Woche noch das Intermezzo im Halbfinale des DVV-Pokals gegen Liga-Gigant Allianz MTV Stuttgart. So nah und doch so fern – Lisa Thomsen mag noch keinen Blick über den Tellerrand hinaus werfen. „Was mich aktuell interessiert, ist das Spiel gegen Erfurt. Darauf liegt unser Fokus“, erklärte die Trainerin am Donnerstag.

Auf Platz sieben vorrücken?

Bei aller Vorfreude auf den Pokalknaller: Das tägliche Brot verdient sich der USC in der Bundesliga. Und da sollte die Mannschaft gegen die Thüringerinnen nicht patzen. Mit einem Dreier würde sie im Klassement auf Rang sieben vorrücken und Erfurt auf Abstand halten. „Das ist das Ziel“, bekräftigt Thomsen.

Mit erst drei Siegen aus neun Spielen verkauft sich der USC statistisch unter Wert. Anders als in der vergangenen Saison ist das Team konkurrenzfähig, es gibt auch gegen Spitzenteams blitzsaubere Phasen. Zuletzt in Dresden waren die Gäste angesichts einer 12:6-Führung im vierten Satz sehr nah am Tiebreak. Erst als die Sachsen personell umstellten und an Qualität zulegten, geriet der USC aus der Spur. „Da ist uns die Aggressivität verloren gegangen und auch ein bisschen der Mut. Ansonsten war ich mit der Leistung absolut einverstanden. Wir hatten wirklich überragende Momente“, konstatiert Thomsen.

Lisa Thomsen

Gegen Erfurt wird Münster vielleicht keine Ausnahmeleistung brauchen, aber gewiss eine seriöse Vorstellung. Schonung für den Pokalkracher vier Tage später wird niemand erhalten. „Wir sind ein Team, das über die Emotionen kommt. Mit angezogener Handbremse werden wir nichts gewinnen“, sagt die Trainerin.

Die Vorbereitung auf die Begegnung gestaltete sich schwieriger als gewöhnlich. Mehrere Spielerinnen Erfurts waren zuletzt auf Grund von Corona-Infektionen in Quarantäne, zwei Partien mussten abgesagt werden, den letzten Wettkampf bestritten die Schwarz-Weißen am 20. November. „Da kommt eine Wundertüte auf uns zu. Umso wichtiger ist es, auf uns selbst zu schauen. Ich denke, es ist ein Vorteil, dass wir im Spielrhythmus sind und Erfurt nicht“, erklärt Thomsen zuversichtlich.

Stuttgart höchstens im Hinterkopf

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