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Volleyball: Bundesliga Frauen

USC Münster fährt als klarer Außenseiter nach Potsdam

Münster

Als Außenseiter treten die Volleyball-Damen des USC Münster am Freitag beim SC Potsdam an. Die Brandenburgerinnen sind Tabellenzweiter und in dieser Saison noch unbesiegt. Eine Personalie beim USC wird sich erst kurzfristig klären.

Von Wilfried Sprengerund

Emotional an der Seitenlinie: USC-Trainerin Lisa Thomsen. An diesem Freitag tritt sie mit ihren Schützlingen beim noch ungeschlagenen Tabellenzweiten SC Potsdam an. Foto: Jürgen Peperhowe

Viel höher könnte die Hürde kaum sein. Mit einem Auswärtsspiel beim SC Potsdam eröffnet der USC Münster an diesem Freitag den siebten Spieltag der Volleyball-Bundesliga. Die Brandenburgerinnen sind neben Klassenprimus MTV Stuttgart das einzig noch ungeschlagene Team im Oberhaus der Frauen. Anpfiff in der MBS-Arena ist um 18.30 Uhr.

Mit voller Kapelle traten die Unabhängigen am Donnerstagmittag die Reise gen Osten an. Fraglich ist lediglich der Einsatz von Erika Kildau. Die Libera setzte zuletzt aufgrund muskulärer Probleme aus. „Es geht ihr besser. Ob wir sie einsetzen können, entscheiden sich allerdings erst am Spieltag“, sagte Trainerin Lisa Thomsen. Sollte Kildau passen müssen, würde Marta Hurst erneut den Part in der Abwehrzentrale übernehmen. „Das ist zumindest die favorisierte Lösung“, meinte Thomsen.

Aggressiver Gegner erwartet

Der USC ist auf einen selbstbewussten und aggressiven Gegner eingestellt. Sechs Spiele, sechs Siege – an Potsdam kam bislang noch kein Konkurrent vorbei. Lediglich bei den Tiebreak-Erfolgen in Schwerin und zuletzt in Vilsbiburg ließ das Top-Team Federn. Diagonalspielerin Anett Nemeth verletzte sich im Nest der Roten Raben, die Ungarin wird gegen Münster fehlen.

Die Partie gegen den USC ist für Potsdam Auftakt eines kleinen Volleyball-Marathons. Am Dienstag und Mittwoch nächster Woche bestreitet der SC die 1/16-Finalspiele (beide daheim) im Challenge-Cup gegen den portugiesischen Vertreter Ponta Delgada, zu guter letzt steht das DVV-Pokal-Viertelfinale gegen Vilsbiburg an. Auch Münster ist noch in diesem Wettbewerb vertreten. In der Runde der letzten acht tritt der USC am Samstag kommender Woche beim VC Wiesbaden an. „Natürlich schauen wir schon ein bisschen dahin. Es geht um den Einzug ins Halbfinale, das ist ein ganz wichtiges Spiel“, sagt Lisa Thomsen.

Emotionale Begegnung

In Potsdam sieht die Trainerin ihre Mannschaft „klar in der Außenseiterrolle“. Die fünfte Liga-Niederlage in Serie wäre keine Überraschung. Der Gastgeber stellt ein sehr routiniertes Bundesliga-Team und hat in Guil­lermo Hernandez einen Trainer, der die Seinen unentwegt antreibt. Weil Thomsen am Rande ähnlich aktiv unterwegs ist, wird die Auseinandersetzung gewiss emotional. Und vielleicht auch spannend. „Wir müssen aktiv und mutig sein und in den Bereichen Block und Abwehr alles reinhauen“, fordert Thomsen. Schon als Spielerin hatte die ehemalige Libera keine Angst vor hohen Hürden.

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