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Volleyball: Bundesliga Frauen

USC Münster hat gegen Neuwied die Chance auf den Traumstart

Münster

Das erste Saisonspiel hat der USC Münster in Straubing klar gewonnen, und auch ins zweite gehen die Grün-Weißen als klarer Favorit. Trainerin Lisa Thomsen nimmt ihre Aufgabe, vor dem VC Neuwied zu warnen, jedoch sehr ernst. Der Neuling besitzt vor allem kämpferische Qualitäten.

Von Henner Henning

Münster jubelt, Neuwied verzweifelt: So wie im Testspiel während der Vorbereitung könnte es am Sonntag wieder sein, Foto: Christian Besse

Es dauerte nicht einmal so lang wie ein Fußballspiel, bis der USC Münster am Mittwochabend seinen ersten Auswärtssieg der Saison eingetütet hatte. Ganze 80 Minuten benötigten die Unabhängigen bei Nawaro Straubing für das 3:0, das gleichzeitig auch der erste Pflichtspiel-Erfolg für Lisa Thomsen als Cheftrainerin war. In der Vorsaison bei ihrem Intermezzo vor dem Mutterschutz hatte sie vier Partien in der Liga sowie das Pokal-Achtelfinale verloren. Schnee von gestern, im Hier und Jetzt steht eine andere USC-Mannschaft auf dem Feld – und die hat am Mittwoch in Niederbayern einen überzeugenden Eindruck hinterlassen und will diesen am Samstag (19 Uhr) gegen den VC Neuwied mit dem nächsten Erfolg bestätigen.

„Booster für das Selbstvertrauen“

Als „Booster für das Selbstvertrauen“ bezeichnet die 36-Jährige den klaren Sieg, der in die Rubrik „kurzes Vergnügen“ einzuordnen ist. Und natürlich wäre Thomsen froh, wenn ihre Mannschaft am zweiten Spieltag e gegen die Deichstadtvolleys, gegen die Münster in der Vorbereitung sein erstes Testspiel (4:1) gewonnen hatte, ebenso gnadenlos und effektiv auftreten würde. Doch eine leichte Aufgabe, so wie viele denken könnten, erwartet die Trainerin nicht, sie warnt vielmehr vor den Aufsteigern „Sie fighten bis zuletzt, machen das richtig gut. Das ist für uns wichtig zu wissen, darauf muss man emotional eingestellt sein. Dazu spielt Neuwied anders als Straubing, darauf müssen wir uns in der Kürze der Zeit vorbereiten.“

Die Erkenntnisse aus dem Benefizspiel Ende August – damals flossen die Einnahmen sowie weitere Spenden an die Opfer der Hochwasserkatastrophe in der Region um Neuwied – helfen dabei ebenso wie die Videoanalyse des VC-Auftakts gegen die Roten Raben Vilsbiburg. Den verloren die Schützlinge von Trainer-Routinier Dirk Groß zwar mit 0:3, sie zeigten dabei aber immer wieder gute Ansätze – und im dritten Durchgang (25:27) Moral. Dabei setzte der Coach in seiner Startformation auf sechs Amerikanerinnen um Zuspielerin Madelyn Halteman, die Angreiferin Alexis Conway oder Blockerin Rachel Anderson. Einzige deutsche Akteurin war Diagonalangreiferin Sarah Kamarah, die „viele Bälle“ bekommt. „Wir wissen, was auf uns zukommt, und haben Lösungsmöglichkeiten, die wir dann umsetzen müssen“, sagt Thomsen, ohne ins taktische Detail zu gehen. Ein kleiner Überraschungseffekt soll schon noch dabei sein.

Lisa Thomsen

Wenig überraschend ist ihre Forderung an das Team, in der Block-Feld-Abwehr wieder diese Leidenschaft und taktische Präzision einzubringen sowie das hohe Level im Aufschlag beizubehalten. „Das war richtig gut, das wollen wir wiederholen, wir wollen Druck auf Neuwieds Spiel ausüben“, sagt Thomsen. Gelingt das, verfestigt der USC seinen guten Eindruck aus Straubing vor heimischen Publikum.

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