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Volleyball: Frauen-Bundesliga

USC Münster verliert 0:3 gegen Suhl – und bangt um Erika Kildau

Münster

Der USC Münster hat vor 575 Zuschauern das Heimspiel gegen den VfB Suhl mit 0:3 (23:25, 19:25 und 23:25) verloren. Überschattet wurde die Partie von der Verletzung von Erika Kildau, die Mitte des zweiten Satzes mit einer Blessur am rechten Bein aus dem Spiel genommen werden musste.

Von Alexander Heflikund

Ab durch die Mitte: Iris Scholten überwindet den Suhler Block mit Annick Meijers und Laura de Zwart. Foto: Jürgen Peperhowe

Der kurze Höhenflug des USC Münster nach Siegen in Potsdam und in Wiesbaden ist in eigener Halle beendet worden. Der Frauen-Volleyball-Bundesligist unterlag vor 575 Zuschauern gegen den VfB Suhl mit 0:3 (23:25, 19:25 und 23:25). Zudem verletzte sich Libera Erika Kildau Mitte des zweiten Satzes schwer. Das sportliche Fazit von Trainerin Lisa Thomsen war durchwachsen: „Uns fehlt die Konstanz, um über drei, vier oder fünf Spiele auf allerhöchstem Niveau als Kollektiv gegenhalten zu können. Aber ich zufrieden mit Phasen in jedem Satz, wo wir zurückgekommen sind.“

USC startet furios in Satz eins

Der erste Satz begann furios – zumindest aus Sicht der Gastgeberinnen. 3:0 und 6:1 lauteten die Stationen, ehe Suhls Coach Laszlo Hollosy bereits zur Auszeit bei den Gästen bat. Doch Münster nutzte das Momentum, immer wieder über Maria Schlegel zu Punkten kommend. Das funktionierte beim USC lange, Abwehr, Angriff, bei einer 20:15-Führung schien vieles auf den Satzgewinn zu deuten, Iris Scholten punktete häufig. Dann kamen aber Kayla Haneline und Daniella Harbin. Suhl drehte das Geschehen am Ende, ging beim 24:23 erstmals in Führung und verwandelte auch gleich Satzball Nummer eins. Das kam etwas überraschend. Und, so Trainerin Lisa Thomsen: „Suhl hat etwas Anlauf gebraucht. Uns fehlte gegen einen physisch starken Gegner etwas, um gegenhalten zu können.“

Schreckmoment: Kildau verletzt

Im zweiten Satz lief Münster meistens der Musik hinterher, wann immer der frühe Rückstand verkürzt worden war, hatte Suhl die besseren Antworten parat. Der USC-Block funktionierte zwischendurch durch Iris Scholten oder Marta Hurst, doch prompt ließ Suhls Amerikanerin Danielle Hardin Antworten folgen.

Und dann noch das: Erika Kildau blieb verletzt liegen, die Libera des USC hatte sich am rechten Knie oder der Wade verletzt. Das sah schlimm aus. Nach kurzer Beratung mit dem Schiedsrichter über den Wechsel schickte USC-Trainer Lisa Thomson als Vertreterin Marta Hurst aufs Feld. Und siehe da, das Aufbäumen war da, Münster kam auf 18:19 heran. Doch Suhl hatte längst den Rhythmus gefunden. Mit 25:19 ging der Durchgang zwei auch nach Thüringen.

Suhl legt los - USC holt auf

Das machte dann schon den Eindruck eines etwas gebrauchten Abends, wie Satz drei begann. Lisa Thomson musste ihre erste Auszeit bereits früh nehmen, als ihr Team mit 1:6 in Rückstand lag. Suhl hatte den Takt längst gefunden. Annika Meyers sowie die beiden Amerikanerin Roxanne Wiblin und Harbin punkteten nonstop, den Rest besorgte Suhls Feldabwehr. Kayla Haneline drehte praktisch immer mehr auf. Laura de Zwart überragte nicht nur alle, sondern erwies sich auch noch als eine Art unüberwindbare Suhler Mauer bei den USC-Angriffen. Beim 10:21 waren die Chancen Münsters auf ein Erfolgserlebnis längst auf ein Minimum gesunken.

Schröders Aufschlagserie

Doch dann das: Eine Aufschlagserie von Juliane Schröder brachte Münster noch mal heran (18:22), es war ein 6:0-Lauf der Gastgeberinnen, bei 21:23 schien ein Comeback wieder möglich, einen Matchball wehrte der USC noch ab. Am Ende reichte es nicht mehr, auch der dritte Satz wurde mit 23:25 verloren, als Roxanne Wiblin den zweiten Matchball verwandelte.

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