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Volleyball: Bundesliga Frauen

USC überrascht in Potsdam und beendet zwei Serien

Münster

Wer hätte damit gerechnet? Der USC Münster zeigte sich am Freitagabend im TV-Spiel als Überraschungsmannschaft und gewann beim Tabellenzweiten SC Potsdam mit 3:2. Für den Gastgeber war das die erste Niederlage der Saison.

Von Henner Henning

Auch wenn Maria Schlegel in dieser Szene am Potsdamer Doppelblock mit Maja Savic und Sarah van Aalen (r.) scheitert, machte die Spanierin eine gute Partie – wie das gesamte USC-Kollektiv, das einen überraschenden 3:2-Erfolg feierte. Foto: Imago/Beautiful Sports Foto: Imago/Beautiful Sports

Dem USC Münster ist eine faustdicke Überraschung gelungen. Beim Tabellenzweiten SC Potsdam gewann der Volleyball-Bundesligist mit 3:2 (25:19, 15:25, 19:25, 25:22, 15:9) und brach dabei gleich zwei Serien. Zum einen beendeten die Unabhängigen ihren vierteiligen Negativlauf, zum anderen fügten sie dem SCP im siebten Saisonspiel die erste Niederlage zu. „Wir haben es vom ersten bis zum letzten Ball auf den Platz gebracht, hatten nur eine kurze Schwächephase im zweiten Satz. Die Mannschaft hat das überragend gemacht“, sagte Trainerin Lisa Thomsen.

In der MBS-Arena ließ es sich schon gut an für den USC, der erneut auf der Libera-Position mit Marta Hurst für die verletzte Erika Kildau begann. Und die Portugiesin zeigte eine ganz starke Partie, sie war nicht nur im ersten Satz eine Säule der insgesamt sehr starken Block-Feld-Abwehr, mit der Münster den SCP immer wieder nervte. Ganz besonders ab dem 18:18, als sich der Gast entscheidend absetzte. Zwei Fehler der Potsdamerinnen nahm der USC dankend an, Elena Kömmling, zweimal Iris Scholten und Barbara Wezorke mit einem Ass – und schon war Münster auf 24:18 weggezogen.

Erstes dickes Ausrufezeichen

Es war das erste dicke Ausrufezeichen, dass hier in Potsdam etwas gehen könnte für den USC, der bis zum 8:8 mit dem sich dann etwas steigernden Gastgeber im Gleichschritt war. Doch die angesprochene Schwächephase kostete den Anschluss. Abschnitt zwei war so eine klare Angelegenheit für den bis Freitagabend ungeschlagenen SCP, der angetrieben wurde von seinen Top-Scorerinnen Adela Helic (24 Punkte) und Laura Emonts (20), die Zuspielerin Sarah van Aalen immer wieder suchte und fand. So war es Emonts, die in der Endphase dominierte und schließlich den Durchgang beendete.

Aber Münster ließ nicht locker, ließ sich nicht abschütteln, blieb beharrlich und kratzbürstig. Leidenschaftlich rackerte die Mannschaft, wehrte Ball um Ball ab und kämpfte sich zurück in die Partie. Aus dem 7:7 machten Scholten und Mia Kirchhoff mit je zwei Punkten ein 11:7, auch den prompten Ausgleich schüttelte der USC aus den grün-schwarzen Trikots. Bis zum 22:22 ging es bei wechselnden Führungen Seite an Seite, dann schwang sich Maria Schlegel mit zwei erfolgreichen Angriffen auf und schmetterte ihr Team in den Tiebreak.

USC verdoppelt den Zähler

Zum Respekt hatte sich der USC nun auch schon einen Zähler verdient – und verdoppelte diesen. Zwar schien Potsdam beim 7:4 in der Spur zu sein, doch die Hartnäckigkeit der Unabhängigen war immens. Scholten, mit 26 Zählern beste Angreiferin, sowie Kirchhoff und Juliane Schröder glichen aus, ein 5:0-Lauf inklusive Scholten-Ass zum 12:8 sorgte für die Vorentscheidung, Juliane Schröder per Doppelpack machte den Coup dann perfekt. „Ich weiß, was die Mannschaft für ein Potenzial hat. Das hat sie hier gezeigt und auf konstant gutem Niveau gespielt“, sagte Thomsen nach dem Jubeltanz im Kreise der Überraschungsmannschaft.

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