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Volleyball: Bundesliga Frauen

USC vor dem NRW-Duell in Aachen vom Verletzungspech verfolgt

Münster

Vor dem Duell mit den Ladies in Black Aachen und dem damit verbundenen Wiedersehen mit Leonie Schwertmann, Mareike Hindriksen und Lena Vedder hat es den USC Münster böse erwischt. Iris Scholten und Sara Dukic haben sich beide den Daumen gebrochen.

Von Henner Henning

Wenn Juliane Schröder (r.) in Aachen auf ihren Ex-Verein sowie ihre ehemaligen USC-Teamkolleginnen Lena Vedder und Le Foto: Jürgen Peperhowe

Die Verbindung zu den Ladies in Black Aachen ist für den USC Münster nicht nur geografisch eine enge, auch der Draht zu dem einzigen NRW-Konkurrenten in der Volleyball-Bundesliga ist ein kurzer.

In der Vorbereitung trafen sich die Teams zu Testspielen, dazu waren die Unabhängigen wie in den Jahren zuvor auch diesmal wieder beim Aachen-Net-Cup Turniergast der Schwarz-Gelben. Man kennt sich, man schätzt sich. Zumal mit Leonie Schwertmann und Lena Vedder, zwei Spielerinnen, sowie mit Mareike Hindriksen – sie war wie Schwertmann einst Kapitänin am Berg Fidel – der Co-Trainerin, ein Trio mit münsterischer Vergangenheit
Aachens Kader angehört.

Freundschaft muss am Samstag ruhen

Am Samstag (18 Uhr) werden aber alle freundschaftlichen Verbindungen für mindestens drei und maximal fünf Sätze gekappt. Es geht um Bundesliga-Punkte, da ist kein Platz für Sentimentalitäten. Ein Zähler trennt derzeit Aachen (acht Punkte nach drei Siegen) vom USC, der allerdings mit dem Gefühl zweier Niederlagen (0:3 in Stuttgart, 2:3 gegen Wiesbaden) in die Partie geht. Nicht nur wegen der jüngsten Ergebnisse sieht Münsters Trainerin Lisa Thomsen, die wie ihre Mittelblockerin Juliane Schröder noch mit Hindriksen und Vedder zusammenspielte, die Ladies in Black „in der Favoritenrolle“. Das Verletzungspech hat mal wieder massiv zugeschlagen bei den Unabhängigen. So brachen sich bei Trainingsaktionen Diagonalangreiferin Iris Scholten – die Niederländerin ist Münsters Top-Scorerin – und Blockerin Sara Dukic jeweils einen Daumen. Das Duo wird in den nächsten Wochen ausfallen, erst im Dezember ist mit einer Rückkehr der beiden zu rechnen – ein herber Schlag für den USC im Kampf um eine gute Platzierung und die Playoffs.

Auch Mia Kirchhoff fehlt

Dazu muss Thomsen im Dreiländereck auch auf Mia Kirchhoff verzichten, die fast zeitgleich mit dem Stützpunkt-Team VC Olympia Münster in der 2. Bundesliga bei Bayer Leverkusen gefordert ist. „Wir sind schon stark ersatzgeschwächt“, sagt die Trainerin, die aber kämpferisch nachschiebt. „Wir werden alles geben, alles in Waagschale werfen, um Punkte, Sätze und Bundesliga-Zähler mitzunehmen. Das Wiesbaden-Spiel hat gezeigt, dass ich mich auf alle Spielerinnen verlassen kann, da hat die zweite Garde den vierten Satz fast alleine gedreht.“ Einzig das glückliche Ende hat gefehlt, Münster ließ zwei Matchbälle liegen.

Es soll der Mut der Verzweiflung sein, mit dem der USC in der „ganz speziellen Aachener Halle“ – im Heimtraining reduzierte Thomsen gar die Lichtstärke, um die Verhältnisse an der Neuköllner Straße zu simulieren – den widrigen Bedingungen und den Rückschlägen trotzen will.

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