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Volleyball: Bundesliga Frauen

VCO-Talent Sendner begeistert als USC-Joker

Münster

Ja, durch die 2:3-Niederlage bei den Roten Raben Vilsbiburg musste der USC den Gegner in der Tabelle vorbeilassen. Münster zeigte aber Charakter, hätte mehr verdient gehabt – und Joker Maya Sendner vom VC Olympia war auf Anhieb eine Hilfe.

Von Thomas Rellmann

Maya Sendner musste ins kalte Wasser springen und erwies sich als versierte Rettungs-Schwimmerin. Foto: Wolfgang Fehrmann

Der kleine tabellarische Rückschlag spielte für den USC Münster auf der langen Heimfahrt durch die Nacht nur eine Nebenrolle. Mit der 2:3-Niederlage musste der Club zwar die Roten Raben Vilsbiburg direkt vorbeiziehen lassen. Doch der Gast hatte Charakter gezeigt und hätte sich einen zweiten oder dritten Zähler auch verdient gehabt.

Sendner hat es "super gemacht"

„Volleyballerisch war es eher mittelmäßig, aber die Emotionen auf beiden Seiten haben Spaß gemacht“, sagte Trainerin Lisa Thomsen. Im Rennen um einen (möglichst aussichtsreichen) Platz unter den besten acht bleibt es sehr spannend. „Jeder Zähler kann wichtig werden. Es wird bis zum letzten Ballwechsel eng bleiben. Vielleicht kommt es am Ende sogar auf das Punkteverhältnis an“, so die 36-Jährige. Zum Ausklang der Hauptrunde sehen sich beide Teams am 19. März in Münster wieder.

Hervorheben wollte die Ex-Libera diesmal Maya Sendner vom VC Olympia, die in ihren Schulferien erst kurzfristig nach dem positiven Corona-Test von Barbara Wezorke in den Bus gestiegen war und nach der Knieverletzung von Sara Dukic – auf die exakte Diagnose wartete der Club am Donnerstag noch – ab dem zweiten Satz auf dem Feld stand. „Sie hat es super gemacht. Gerade im Block war sie gigantisch gut. Auch im Aufschlag hat sie uns sehr geholfen.“

Probleme in der Abwehr

Diese beiden Elemente waren auch die besten beim USC. Juliane Schröder, Iris Scholten, Maria Schlegel, Katerina Valkova und eben Sendner hatten im Angriff zudem phasenweise gute Momente. Doch besonders gut war die Wand am Netz, die nur Alexis Hart (32 Punkte) nicht kontrollierte. Ein Problem lag jedoch auch in der Abwehr. „Das können wir deutlich besser“, sagte Thomsen. „Da sind zu viele Bälle runtergefallen.“

Etwas genervt war die Trainerin von der fehlenden Challenge-Möglichkeit bei strittigen Entscheidungen, die es nur bei TV-Spielen gibt oder wenn Vereine sie dauerhaft einkaufen. „Das ist eine extreme Wettbewerbsverzerrung und benachteiligt Clubs mit kleinem Budget.“ Die Schiedsrichterinnen leisteten sich tatsächlich einige Fehlentscheidungen auf beiden Seiten – eine bedeutende beim Stand von 24:24 im vierten Satz. Nach dem Hart-Fehler, der nicht erkannt wurde, hätte der USC Matchball gehabt. Und damit womöglich auch den Angriff der Roten Raben auf Platz sieben abgewehrt.

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