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Fußball: Oberliga

Verrückte Partie ohne Sieger zwischen Preußen II und Finnentrop/Bamenohl

Münster

Was für ein verrücktes Spiel an der Hammer Straße. Zwischen der U 23 von Preußen Münster und der SG Finnentrop/Bamenohl ging es auf beiden Seiten hin und her. Das 4:4 war schon das passende Resultat, das Ergebnis half aber beiden nicht weiter.

Von Michael Schulte

Der gute Preußen-Flügelspieler Marvin Benjamins ist hier von Finnentrops Jerome König (r.) nur per Trikotbremse zu stoppen. Foto: Wilfried Hiegemann

Als Hasan Dogrusöz schon nach wenigen Minuten die Abwehr von Preußen Münster II austanzte, dann aber nur den Innenpfosten traf, schwante vielen schon Böses. Als derselbe Spieler nach sieben Minuten Philipp Hennes bediente, der zum 1:0 für die SG Finnentrop/Bamenohl einschoss, waren alle gewarnt. Dachte man. Aber erneut war es der flinke Angreifer der Gäste, der nach 18 Minuten ein überflüssiges Foul von Kerem Sengün im Strafraum „zog“, was zum 2:0 per Elfmeter erneut durch Hennes führte. „Macht Druck auf den Ball, Männer. Wir gucken nur zu!“ kam die Warnung von SCP-Kapitän Marius Mause zu spät. Nur gut, dass Sengün nach einer halben Stunde einen schönen Pass auf Luis Frieling spielte, den dieser sehenswert zum 1:2 versenkte. Es sollte nicht die letzte wichtige Aktion einer packenden Oberliga-Partie sein, die letztlich schiedlich-friedlich 4:4 (2:3) unentschieden endete.

Offener Schlagabtausch

Es war das Treffen des 14. mit dem 20., es avancierte zum offenen Schlagabtausch. Sehr zur Freude der Besucher, denen wirklich etwas geboten wurde. Da war es völlig egal, wer gerade die Nase vorn hatte. Und da war es auch ziemlich unerheblich, dass die Preußen-Zweite in der 68. Minute ihren Mittelfeldstrategen Francesco Di Pierro wegen einer Tätlichkeit mit Rot verlor. Denn es ging einfach immer weiter nach vorne.

Vor der Pause hatten Julian Schöppe (41.), natürlich nach Vorarbeit von Dogrusöz, und Münsters Tom Sikorski (45.+2) das Resultat noch auf 2:3 gestellt, nach dem Wechsel ging das muntere Scheibenschießen weiter. Nun waren es aber die Gastgeber, die jubeln durften. Nach 56 Minuten durch Di Pierro und sieben Minuten vor Schluss durch Elias Demirarslan. In dieser Phase zeigten die Hausherren enorme Moral, gingen sie doch in Unterzahl eindeutig auf drei Punkte. „Ich habe großen Respekt vor den Jungs, wie sie die Rückstände weggesteckt haben und auch mit nur zehn Mann ihr Heil in der Offensive gesucht haben“, sagte Kieran Schulze-Marmeling. Aber der Coach musste dann doch mit Schrecken ansehen, dass den Gästen drei Minuten vor Schluss noch der Ausgleich gelang. Fast schon überflüssig zu erwähnen, dass dieser Treffer auf das Konto von Hasan Dogrusöz ging. Und es war fast die gleiche Szene wie ganz zu Anfang. Nur half der Innenpfosten den Preußen diesmal nicht.

Schulze-Marmeling ärgert sich

„Mit Ball haben wir ein super Spiel gemacht. Leider haben wir aber gegen den Ball zu viele Mängel gehabt und es den Gästen leicht gemacht“, ärgerte sich Schulze-Marmeling. Die Teams bleiben 14. und 20. – in der Tabelle hat sich nichts geändert, aber auf dem Platz hatte sich eine Menge getan.

SCP: Westphal – ter Horst, Sikorski, Pohl (74. Selutin) – Mause, Rüschenschmidt-Sickmann, Koopmann (59. Heering), Sengün (46. Demirarslan) – Benjamins, Di Pierro – Frieling (90. Wald)

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