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Fußball: Regionalliga

Viel Kurzweil bei Heimpremiere von Rot-Weiß Ahlen

Ahlen

Langweilig ist anders! Denn das war eine Nullnummer der besseren, ja der guten Art. Beim torlosen Remis zwischen Rot-Weiß Ahlen und dem Wuppertaler SV brauchten die 580 Augenzeugen ihr Kommen nicht zu bereuen. Zwar fehlten am Ende die Treffer, aber es war eine Heimpremiere des Fußball-Regionalligisten mit einigen Aufregern.

Von Marc Kreisel

Sebastian Mai (l.) zweimal mit Köpfchen: In dieser Szene nimmt er das Duell mit Phillip Aboagye an, in der Schlussphase setzt er einen Ball an den Außenpfosten. Foto: Marc Kreisel

Was für ein Wahnsinnsspiel haben die 580 Zuschauer beim 0:0 von Rot-Weiß Ahlen und dem Wuppertaler SV im Werststadion sehen dürfen? „Das war unser Spiel, das war voll intensiv, offensiv und aggressiv. Genauso wie wir das wollen“, war RW-Trainer Andreas Zimmermann nach der Heimpremiere des Regionalligisten voll des Lobes über sein Team.

Die Begegnung nahm sofort Fahrt auf. Beide Teams gingen mit offenem Visier aufeinander los. Nach sieben Zeigerumdrehungen war es der Wuppertaler Kevin Rodrigues Pires, der den überragenden Ahlener Keeper Martin Velichkov prüfte. Im Gegenzug folgte der erste Aufreger des Spiels. Gianluca Marzullo umkurvte seinen Gegenspieler und wurde im Strafraum gelegt, doch der Schiedsrichter ließ weiterspielen.

Verwirrung um vermeintliche Gäste-Führung

Danach wurde es richtig hitzig. Marzullo klärte im eigenem Fünfmeterraum gegen Niklas Heidemann, der prallt mit dem Ahlener Keeper zusammen, der verletzt liegen bleibt. Den freien Ball hämmerte Marco Königs zur Führung für die Gäste in die Maschen (17.). Schiedsrichter Tarik Damar entschied auf Tor.

Während der Behandlungspause des verletzten Keepers und den wilden Protesten der Hausherren nahm der Unparteiische Rücksprache mit seinem Assistenten. Ergebnis – Korrektur, kein Tor. Was bei Wuppertals Offiziellen zu wilden Protesten führte. Ahlens ehemaliger und nun aktueller Gäste- Trainer Björn Mehnert stand kurz vor dem Verweis auf die Tribüne.

RWA fordert zweimal Strafstoß - vergeblich

In der Folgezeit erspielten sich die Ahlener durch Bennet Eickhoff, Marzullo und Romario Wiesweg einige gute Torchancen. Nach gut einer halben Stunde erneut die Riesen-Möglichkeit für die Rot-Weißen. Marzullo prüfte WSV-Schlussmann Sebastian Patzler, der aber faustete den Ball weg. Sebastian Mai legte per Kopf zurück auf Marzullo, der wieder im Strafraum gelegt wurde. Erneut blieb der Pfiff des Spielleiters aus. Da Jan Holldack den Ball bekam und mit einem ansehnlichen Schuss auf das Tor abschloss, entschied der Unparteiische auf Vorteil.

Spielberechtigung für Holldack kurz vor dem Anpfiff

Apropos Holldack: Noch am Freitagnachmittag hatte Zimmermann abgewunken: „Das zieht sich. Ich plane ohne ihn.“ Um 14 Uhr und mit Blick auf den Spielbericht spielte der 25-Jährige in den Planungen dann doch eine Rolle – und von Beginn an mit. Am Vormittag war die ersehnte Spielberechtigung eingetrudelt.

Nach dem Seitenwechsel waren es dann die Gäste, die besser in die Partie kamen. Allen voran war es der Ex-Ahlener Felix Backszat, der sein Team nach vorne trieb. Er selber hätte die Führung erzielen können, doch sein Distanzschuss verfehlte das Tor nur knapp. Königs (51.), Lion Schweers (56.) und Kevin Hagemann (70.) scheiterten in der Folgezeit an Velichkov. Rückkehrer Holldack verpasste eine Phil-Flanke denkbar knapp (77.) – und ärgerte sich: „Das war mein erstes Spiel seit langem, da fehlte mir etwas die Spritzigkeit. Den hätte ich versenken müssen.“ Dazu setzte Sebastian Mai einen Kopfball an den Außenpfosten (84.). Kurz vor dem Ende der Partie sah Dimitrios Ioannidis wegen wiederholten Foulspiels die Ampelkarte.

Ein komplett zufriedener RW-Trainer Andreas Zimmermann

„Das war ein hoch verdientes 0:0. Wir haben alles gegeben und alle Körner rausgehauen. Gerade in der ersten Halbzeit haben wir sensationell gespielt“, befand Zimmermann später in der Analyse.

Und fand in Marzullo einen Unterstützer: „Wenn hier heute ein Team einen Treffer gemacht und gewonnen hätte, wäre das glücklich gewesen. Die Punkteteilung geht voll in Ordnung!“

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