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Handball: Benefizspiel

Viel Lob für Kroger und das HLZ Ahlener SG

Ahlen

Am Ende waren alle zufrieden. Die Besucher, die beiden Trainer und die Freckenhorster Werkstätten. Das Benefizspiel zwischen dem HLZ Ahlener SG und dem TBV Lemgo Lippe hielt, was es versprach. Ein Akteur im Dress der Hausherren hielt allerdings noch mehr.

Von Simon Beckmann

Ab durch die Mitte: Julian Damm (M.) setzt sich am Kreis gegen die TBV-Deckung durch. Foto: Simon Beckmann

Als die Schlusssirene ertönte, hielt es die 300 Zuschauer, die beim Benefizspiel zugunsten der Freckenhorster Werkstätten zwischen dem HLZ Ahlener SG und dem amtierenden DHB-Pokalsieger TBV Lemgo Lippe in der Friedrich-Ebert-Halle zugelassen waren, nicht lange auf den Sitzen: stehende Ovationen und tosender Applaus – und das, obwohl das Team von Frederik Neuhaus gerade mit 25:43 (14:19) das Nachsehen hatte.

Was am Ende doch recht deutlich wirkt, spiegelte dabei aber keineswegs die Leistung der Ahlener wider. Denn gerade in der ersten Halbzeit hielt der Drittligist hervorragend mit und machte so den Gästen das Leben schwer. „Wir haben in der ersten Viertelstunde zu wenig getan, um den Klassenunterschied deutlich zu machen“, bilanzierte auch TBV-Coach Florian Kehrmann, der den Gastgebern gleichzeitig eine ordentliche Vorstellung attestierte: „Ahlen hat sich sehr, sehr gut verkauft.“ Das sah natürlich auch Frederik Neuhaus so. „Unsere erste Halbzeit war richtig stark“, bemerkte der Trainer des HLZ.

Frederik Neuhaus, Trainer des HLZ Ahlener SG

Frech und selbstbewusst starteten die Ahlener in die Begegnung und spielten sich so durch Alexander Jungeilges, David Spiekermann und Benedikt Bayer eine 3:1-Führung heraus (4.). Bis zum 6:5 (11.) behielten die Gastgeber die Oberhand. Danach kamen die Lemgoer besser ins Match. Erst glichen die Lipperländer aus (12.), danach zogen sie schnell auf 14:9 davon (20.). Die Neuhaus-Truppe steckte aber nicht auf und kam wieder auf 13:15 heran (27.).

Kroker war einfach bärenstark

„Wir haben vorne super über alle Positionen gespielt und es auch gut in der Abwehr gemacht“, meinte der Ahlener Coach. Und in der Hinterhand hatte der Drittligist auch noch Sven Kroker, der mit zahlreichen Paraden und zwei gehaltenen Siebenmetern auf sich aufmerksam machte. „Sven war überragend. Das war vielleicht sogar das Spiel seines Lebens. Einfach bärenstark“, lobte Neuhaus seinen Torwart. Der stapelte tief und gab das Lob an die Abwehr weiter: „Wir haben das als Mannschaft gut verteidigt – gerade im Zentrum. So konnte ich auch gut ins Spiel kommen.“ Es sei schon eines seiner besseren Spiele gewesen, schob er danach lachend hinterher.

Nach dem Wiederanpfiff schafften es die Ahlener nicht mehr, das Spiel enger zu gestalten. Schnell zog die Kehrmann-Sieben davon, führte nach 42 Minuten bereits mit 30:16 und baute das Ergebnis auf 43:25 aus.

Aber das war schlussendlich zweitrangig. Die Gäste konnten sich im Rahmen ihrer Vorbereitung weiter einspielen, die Gastgeber den Fans vielversprechenden Handball präsentieren. Und viel wichtiger war ohnehin der gute Zweck.

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