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Leichtathletik: Leonardo-Campus-Run

Virtuelle Experimentierfreude mit 1000 Aktiven und einer „Mondlandung“

Münster

Mehr als 1000 Aktive waren am Start – und das, obwohl der Leonardo-Campus-Run in diesem Jahr nur virtuell stattfinden konnte. Die Organisation aber klappte gut. Und einen gewissen Nebeneffekt mit Blick auf das Projekt „Münster zum Mond“ hatte die Veranstaltung auch noch.

Auf Abstand mit viel Freude waren diese Studierenden der Uni Münster dabei. Foto: AG Prof. Dr. Denz

Die Feste feiern, wie sie fallen – das ist der Plan. 2020. Zum Jubiläum des 2001 von Studierenden im Rahmen eines zweisemestrigen Projekts ins Leben gerufenen Leonardo-Campus-Run will es der Hochschulsport Münster um Jörg Verhoeven und Tim Seulen im Juni krachen lassen. Schön wär’s! Schweren Herzens muss die Orga-Crew das beliebte Happening pandemiebedingt absagen. Und auch ein Jahr später lässt die Situation trotz sinkender Inzidenzen keinen Spielraum für Lockerungen, der Lauf wird zu einer rein virtuellen Nummer – die durch die Decke geht. „Mit dieser Schar an Teilnehmern haben wir nicht gerechnet“, gibt Seulen Stunden später am Donnerstag zu. Über 1000 sportbegeisterte Menschen haben mitgemacht, ihre Ergebnisse im Netz hochgeladen. „Das erfüllt uns mit Stolz.“

Gemeinsame Sache

Die Alternative gibt es auch im Vorjahr. Mit der Ausnahme, das der Campus-Run als NRW-Unilauf-Cup digital für vier Wochen auf Reisen geht. Im Paket mit den Universitäten aus Aachen, Köln und Dortmund. Vier Hochschulen machen gemeinsame Sache – Münsters eigenes Kind bleibt dabei irgendwie auf der Strecke. Also zurück zu den Wurzeln 2021 – wenn auch ohne Liveatmosphäre und Publikum. „Unsere Marke muss wieder ins Gedächtnis aller Lauffreudigen“, sagt Seulen. Im Angebot: die fünf, 7,5 und zehn Kilometer.

Und ein Experiment: Erstmals werden Schritte gesammelt. Ab 5000 Metern aufwärts. „So wollen wir auch mögliche Couch-Potatos mit ins Boot holen“, so Seulen. Das funzt – über 200 Aktive machen mit. „Daran werden wir festhalten“, verspricht der Wettkampfleiter. In der Hoffnung, 2022 endlich das langersehnte Jubiläum feiern zu können. Der Termin am 22. Juni steht bereits. Mit Siegerehrungen und allem was dazugehört. „Wir werden vorbereitet sein“, verspricht Seulen. Spätestens nächstes Jahr möchten er und seine Helfer das Fest feiern, wie es fällt. Ohne Einschränkungen.

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