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Badminton: Final Four

Weißkirchen urlaubsreif, Li bedient – Union-Stimmen zum Halbfinale

Wipperfürth

So richtig glücklich war nach dem 1:4-Halbfinal-Aus am Samstag verständlicherweise kein Spieler des SC Union Lüdinghausen. Dabei hätte einer allen Grund gehabt, happy zu sein.

Geschlaucht, aber happy: Aram Mahmoud (l.), hier mit Landsmann Ties van der Lecq. Foto: flo

Als Bischmisheimer und Refrather längst geduscht waren, als draußen vor der hübschen Voss-Arena gerade der Grill angeworfen und drinnen die ersten Vorkehrungen fürs anschließende EM-Public-Viewing getroffen wurden, da standen die Spieler des 1. BC Wipperfeld langsam auf, um Samuel Hsiao zum vermeintlich unmittelbar bevorstehenden Sieg – es wäre das entscheidende 4:0 gewesen – zu applaudieren.

Doch Lüdinghausens niederländisch-syrischer Neuzugang Aram Mahmoud verdarb den Gastgebern, zumindest für den Moment, die Partylaune, drehte das Match noch und sorgte wenigstens für den Ehrenpunkt der tapfer fightenden Nullachter. Er sei nach ordentlichem Beginn „zu passiv geworden“, habe dann aber „das Tempo wieder angezogen“ – trotz einer „enorm schlauchenden Trainingswoche“ als Gast am Bundesstützpunkt in Mülheim.

Die hatte auch Max Weißkirchen hinter sich. „Total schlapp“ sei er gerade zum Ende des Spitzeneinzels gegen Felix Burestedt hin gewesen. 08- sowie Bundestrainer Christoph Schnaase bemängelte, „dass Max’ Spiel zu stressig war und er zu selten die Partie kontrolliert hat“. Sei’s drum: Nach einem anstrengenden Frühjahr freut sich sein Schützling erstmal auf „drei Wochen Urlaub“.

Linda Efler gab an, sich als einzige Spezialistin auf dem Court „nie so richtig wohl“ während des Damen-Doppels gefühlt zu haben, da Partnerin Yvonne Li sowie die Gegnerinnen Yao Jie und Kristin Kuuba – allesamt gelernte Einzel-Spielerinnen – „ganz anders agieren, als ich das am Stützpunkt in Saarbrücken oder auf Turnieren gewohnt bin.“ Nach dem Satzausgleich zum 2:2 war Efler „eigentlich ganz guter Dinge, aber dann sind wir zu Beginn des fünften Durchgangs viel zu schnell in Rückstand geraten“.

Laut Michael Schnaase einer von zwei Schlüsselmomenten: „Wir mussten entweder das Damen-Doppel oder das erste Herren-Einzel holen, um eine wirkliche Chance zu haben. Dass beide Partien so knapp an Wipperfeld gegangen sind, ist natürlich ein bisschen schade.“

Auch einen Sieg von Li über Kuuba hatte der Union-Teammanager relativ fest eingeplant. Doch die Deutsche Meisterin haderte in einem ganz entscheidenden Moment mit einer strittigen Entscheidung des Stuhlschiedsrichters und feuerte nach dem letzten Ballwechsel ihr Racket völlig frustriert in die Ecke. Mehr, fand Li, gebe es über das Match nicht zu sagen.

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