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Olympia-Trainer

Belenki lässt Turner nach Russland-Vorbild trainieren

Stuttgart (dpa) - Auswahltrainer Valeri Belenki lässt die deutschen Turner in der Vorbereitung auf die Olympischen Spiele in Tokio nach russischem Vorbild trainieren.

dpa

Ist als so genannter Olympia-Trainer bis zu den Tokio-Spielen für die deutsche Männer-Riege zuständig: Valeri Belenki. Foto: Marijan Murat

«Diesen Weg wollte ich gehen, weil Russland im Kunstturnen zurzeit die führende Nation ist», sagte 51-jährige frühere Weltklasse-Turner im Interview des «Reutlinger General-Anzeigers». Anlass sei ein gemeinsames Trainingslager vor Beginn der Corona-Pandemie in Russland gewesen. «Bei dem haben alle gesehen, wie sich die Russen vorbereiten.»

Der gebürtige Aserbaidschaner Belenki war 1992 mit der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) Olympiasieger mit der Mannschaft sowie sowohl für die Sowjetunion als auch nach seinem Nationenwechsel für Deutschland Weltmeister am Pauschenpferd. Der schwäbische Landestrainer ist als so genannter Olympia-Trainer bis zu den Tokio-Spielen für die deutsche Männer-Riege zuständig.

Die Corona-Pandemie und ihre Auswirkungen mit unterschiedlichen Vorschriften in den Bundesländern haben die Auswahl-Turner nach seiner Einschätzung beeinträchtigt. «Das alles wirft uns leistungstechnisch zurück, weil wir auch seit März 2020 keine Wettkämpfe mehr haben», sagte Belenki.

Aber nur in Wettkämpfen könne man Übungen oder bestimmte Übungsteile ausprobieren, sich mit anderen Turnern messen und sehe erst dann, ob es an Kraft oder Spritzigkeit fehle. «Wir haben als eine Art Wettkampfmodus jeden Monat eine Woche Lehrgang in Kienbaum im Bundesleistungszentrum bei Berlin, bei dem sich die Jungs untereinander messen können und wo wir Qualifikationswettkämpfe durchführen», sagte Belenki.

Die erste Qualifikation für die EM vom 21. bis 25. April in Basel hatte Lukas Dauser (Unterhaching) mit 82,050 Punkten im Mehrkampf vor Andreas Toba (Hannover) mit 80,500 Punkten gewonnen.

© dpa-infocom, dpa:210317-99-858228/2

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