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Primera División

Barça ohne Messi, aber wieder vor Zehntausenden Fans

Barcelona (dpa)

Von dpa

Arbeiter entfernen das Messi-Porträt an der Fassade vom Camp Nou, wo 30.000 Fans zum Heimspiel des FC Barcelona kommen dürfen. Foto: Matthias Oesterle/ZUMA Press Wire/dpa

Gut eine Woche nach der überraschenden Trennung von Fußballstar Lionel Messi spielt der FC Barcelona erstmals nach 17 Monaten Geisterspielen wieder vor Zehntausenden Zuschauern.

Insgesamt knapp 30.000 Fans dürften kommenden Sonntag ab 20.00 Uhr im Stadion Camp Nou in Barcelona das Auftaktspiel des FC Barcelona in der neuen Saison gegen Real Sociedad sehen, teilt der Verein mit. Das entspricht in etwa einem Drittel der Stadionkapazität.

Während in Deutschland diskutiert wird, ob neben Geimpften und Genesenen nur Getestete überhaupt noch in die Stadien dürfen, will Barça die Zuschauer trotz hoher Corona-Zahlen ganz ohne jeden Nachweis einlassen, bestätigte der Verein auf Nachfrage.

Allerdings soll im Stadion auch beim größten Jubel immer ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden, und die Zuschauer sollen auch in den spannendsten Momenten nicht von ihren Sitzen aufspringen. Die Tribüne werde in acht Abschnitte mit jeweils eigenen Eingängen und Sanitärräumen unterteilt. Ein Wechsel aus dem eigenen Abschnitt in einen anderen sei nicht erlaubt, betonte der Club.

Spanien befindet sich derzeit in einer abebbenden fünften Corona-Welle. Die Infektionszahlen fallen, sind aber immer noch sehr hoch. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt in Katalonien bei 208, im Landesdurchschnitt bei 224. Bei den 20- bis 29-Jährigen beträgt die 14-Tage-Inzidenz jedoch noch immer fast 1000. Auch der Druck auf das Gesundheitssystem ist trotz einer hohen Impfrate groß. In Katalonien ist jedes zweite Bett der Intensivstationen mit Corona-Patienten belegt.

Messi musste den FC Barcelona nach 21 Jahren und 35 Titeln verlassen, weil die Regeln des Financial Fair Play in Spanien einen neuen Vertrag des mittlerweile 34 Jahre alten Argentiniers mit dem hoch verschuldeten Club nicht möglich gemacht hatten. Ein Wechsel zu Paris Saint-Germain (PSG) sei eine Möglichkeit, hatte Messi bei einer Pressekonferenz zum Abschied von seinem Herzensverein am Sonntag gesagt. Aber ein Vertragsabschluss steht aus.

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