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Fußball: Champions League

Kommentar: Gladbach schiebt sich ohne Hysterie in den elitären Zirkel

Alle vier deutschen Mannschaften haben das Achtelfinale der Champions League erreicht. Borussia Mönchengladbach hat sich überraschend und mit einer klugen wie sympathischen Strategie in den eigentlich elitären Zirkel geschoben, schreibt unser Redakteur Thomas Rellmann in seinem Kommentar.

Thomas Rellmann

Gladbacher Freudentanz in Madrid Foto: imago-images

Ein Genuss war es, die Gladbacher Profis nach Abpfiff zu beobachten, wie sie sich im Kreis um ein Tablet versammelt hatten und die letzten drei, vier Minuten der Parallelpartie im San Siro verfolgten. Emotionen pur, Fußball pur.

Mit der ersten schwachen nach fünf guten Vorstellungen in der Königsklasse hat sich die Borussia einen Platz im ansonsten überaus elitären Zirkel namens Achtelfinale unter den Nagel gerissen. Die Fohlen sind im Grunde der einzige Überraschungsgast unter den 16 Teams, von denen sich etwa zwei Drittel über Jahre eine Marktführerschaft schufen, mit denen sie jedwede nationale wie internationale Konkurrenz abgehängt haben.

Gladbach hat keinen Investor, hält sich brav an 50+1, wird nicht seit Dekaden mit Uefa-Geldern aus der Königsklasse überhäuft, schiebt keine gigantischen Schuldenberge vor sich her. Viele kluge Transfers und Trainer-Entscheidungen seit dem Fast-Abstieg 2011 sind vielmehr maßgeblich. Hysterie bei Rückschlägen? Nicht am Niederrhein. Gut so.

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