Fußball: Kommentar

Favre hat seinen Anteil am BVB-Aus

Das Aus im DFB-Pokal bei Werder Bremen traf Borussia Dortmund hart. Auch Trainer Lucien Favre, der einmal mehr auf einen Mittelstürmer zu Beginn verzichtete (trotz des unfassbar formstarken Erling Haaland), trägt eine Mitschuld, schreibt unser Redaktionsmitglied Wilfried Sprenger in seinem Kommentar.

Wilfried Sprenger

Lucien Favre Foto: imago-images

Borussia Dortmund hat am Dienstag den Anstoß eines 19-Jährigen gebraucht, um im Pokalspiel bei Werder Bremen aus der Geistesträgheit ins eigentliche Betriebssystem zu wechseln. Das ist ein Armutszeugnis für die Mannschaft, es wirft aber auch kein gutes Licht auf den Trainer. Zum wiederholten Male hat Lucien Favre der gelebten Gleichgültigkeit seiner Spieler zugesehen, ohne wirklich einzugreifen. Das ist aber nicht nur sein verbürgtes Recht, sondern im Sinne des Vereins auch seine Pflicht.

Mit den zögerlichen und zu späten Korrekturen in Bremen hat sich Favre als aktiver Teilnehmer an der lange apathischen Vorstellung zu erkennen gegeben. Die analytische Aufarbeitung der unumstößlichen Niederlage muss somit vor der eigenen Haustür beginnen.

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