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Corona-Krise

Union-Manager: «Mehr in Lösungen als in Verboten denken»

Berlin (dpa) - Union-Manager Oliver Ruhnert sieht trotz anhaltender Corona-Krise bessere Lösungen für den Profisport und andere Bereiche als derzeit vorgeschrieben.

dpa

Oliver Ruhnert wünscht sich in der Corona-Krise mehr Lösungsansätze. Foto: Soeren Stache

«Denn es ist meine tiefe Überzeugung, dass wir mehr in Lösungen und nicht so viel in Verboten denken müssen. Das ist ein Punkt, der mich gerade sehr, sehr stört», sagte der Geschäftsführer Profifußball des Berliner Bundesligisten der «Frankfurter Rundschau». Gerade hat der Berliner Senat drei Pilotprojekte zur möglichen Rückkehr von Fans in Stadien und Hallen ausgewählt, zu denen auch ein Heimspiel des 1. FC Union gehört.

Die jüngsten Schnelltests bei einem Bundesligaspiel An der Alten Försterei seien ein Einstieg gewesen, «die Kultur in Berlin geht den nächsten Schritt und testet an diesem Wochenende für einige Pilotveranstaltungen das Publikum. Die Zahl der Stationen kann entsprechend ausgeweitet werden», sagte Ruhnert.

Ruhnert, der auch als Linken-Fraktionsvorsitzender im Stadtrat von Iserlohn sitzt, möchte häufiger hören, was geht und nicht mehr, was nicht geht. «Es stört mich einfach, dass wir andauernd so tun, als sei alles alternativlos. Das ist es nicht», bemerkte der 49-Jährige.

«Die wissenschaftlichen Erkenntnisse nach einem Jahr Pandemie für den Sport sind ziemlich eindeutig, dass das Ansteckungsrisiko auf dem Rasen oder auf den Tribünen bei Einhalten des Abstands und Tragen von Masken nahezu nicht gegeben ist.» Das gelte auch für andere Bereiche wie den Amateursport. Es sei «höchste, wirklich höchste Zeit» zu einem Wiedereinstieg: «Wir können der Gesellschaft dauerhaft nicht das wegnehmen, was sie fürs Miteinander braucht», sagte Ruhnert.

© dpa-infocom, dpa:210318-99-878744/3

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