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FC Bayern München

Herbert Hainer über Neuers Ausfall: «Nicht einfach für uns»

München (dpa)

Bayern Münchens Vereinspräsident Herbert Hainer hat nach dem wochenlangen Ausfall von Nationaltorwart Manuel Neuer dessen Stellvertreter Sven Ulreich das Vertrauen ausgesprochen.

Von dpa

Der Präsident des FC Bayern München, Herbert Hainer, sieht für Niklas Süle keinen sportlichen Aufstieg. Foto: Ulrich Gamel/kolbert-press/dpa/Archivbild

«Ich bin nach wie vor der Meinung, dass Manuel Neuer der beste Torhüter der Welt ist. Wenn er ausfällt, ist das natürlich nicht einfach für uns. Auf der anderen Seite haben wir in der Vergangenheit gesehen, dass Sven Ulreich ihn hervorragend vertreten hat», sagte Hainer. «Wir haben Vertrauen in Sven, überhaupt keine Frage.» Die Mannschaft sei «so gut und so stark», dass sie den Ausfall überstehen werde. «Wir freuen uns aber, wenn Manuel so schnell wie möglich zurückkommt. Ich wünsche ihm gute Genesung.»

Neuer fällt wochenlang aus. Er wurde am rechten Kniegelenk operiert. Der 35-Jährige wird unter anderem auch im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League am 16. Februar bei Red Bull Salzburg fehlen.

Verwunderung über Süle-Wechsel

Nit Verwunderung hat Hainer auf den Abschied von Niklas Süle ausgerechnet zu Borussia Dortmund reagiert. «Ich weiß jetzt nicht, was der Niklas Süle für ein Gehalt kriegt bei Dortmund», sagte er in München bei einem Termin der Basketballer des Vereins. «Ich glaube nicht, dass es ein sportlicher Aufstieg ist. Aber Niklas ist ein sehr guter Spieler, der sich in den letzten fünf Jahren bei uns zum Stammspieler der Nationalmannschaft entwickelt hat. Ich gehe davon aus, dass er die letzten drei Monate richtig Gas gibt, damit er mit uns die Titel einfahren kann, die wir alle vor uns haben.»

Süle verlässt den deutschen Fußball-Rekordmeister im Sommer ablösefrei. Der 26 Jahre alte Verteidiger erhält beim Bundesligarivalen Borussia Dortmund einen Vierjahresvertrag. «Ich hatte nicht gedacht, dass es seine erste Wahl ist», räumte Hainer ein. «Ich glaube, dass Dortmund immer den Wettbewerb mit uns sucht, was ja gut ist für die Bundesliga. Aber wie Sie in den letzten zumindest neun Jahren gesehen haben, wissen wir uns gut zu wehren und das werden wir auch in Zukunft tun.»

Süle hatte sich vor seinem angekündigten Wechsel über angeblich zu wenig Wertschätzung durch die Münchner beklagt. «Ich kann nur von mir sprechen und den Leuten beim FC Bayern, mit denen ich täglich zusammen bin: Wir alle haben ihn geschätzt und wissen, was wir an ihm haben. Da müssen Sie ihn selber fragen, was er damit meint.» Es werde «spannend sein, ihn auf der anderen Seite zu sehen.»

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