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Jünger war noch keiner: Flick holt Moukoko in den WM-Kader

Dortmund (dpa)

Mit gerade mal 17 Jahren gehört Moukoko zum WM-Kader. Bundestrainer Flick freut sich auf den «schnellen und quirligen» BVB-Stürmer, dessen Vertrag im Sommer endet. Sein Clubtrainer warnt vor dem Hype.

Kaspar Kamp und Heinz Büse, dpa

Wird der jüngste deutsche WM-Teilnehmer der Geschichte: Youssoufa Moukoko. Foto: Swen Pförtner/dpa

Mit 12 Jahren und 311 Tagen spielte Youssoufa Moukoko schon in der U 16-Nationalmannschaft, in den Junioren-Bundesligen stellte er als mit Abstand jüngster Spieler einen Torrekord nach dem anderen auf und in der Bundesliga stehen für den erst 17 Jahre alten Angreifer von Borussia Dortmund saisonübergreifend bereits elf Treffer zu Buche.

Kein Fußball-Profi war bei dieser Marke jünger. Nun folgt für Moukoko der nächste Rekord: Bundestrainer Hansi Flick nominierte ihn für den WM-Kader - als jüngsten WM-Teilnehmer in der DFB-Geschichte.

«Stolz und glücklich»

«Ich war zu Hause schon um 11 Uhr vorm Fernseher und habe gehofft, dass die Zeit schnell vorbeigeht», berichtete Moukoko dem TV-Sender Sky. «Die letzten zehn Minuten war ich sehr aufgeregt und war am Schwitzen. Als ich dann meinen Namen gehört habe, war das unglaublich. Ich konnte es gar nicht fassen.» Er sei «unfassbar stolz und glücklich, dass ich dabei bin».

Flick hatte bei der Nominierung das Ausnahmetalent, das erst am Tag des Eröffnungsspiels am 20. November 18 Jahre alt wird, ausdrücklich gelobt. «Er hat eine gute Entwicklung gemacht, er gibt einer Mannschaft viel», sagte der Bundestrainer. Er bezeichnete den Angreifer als «schnell, quirlig und gut im Abschluss», und hob hervor: «Wir freuen uns auf ihn.»

Möglicherweise profitierte Moukoko von den verletzungsbedingten WM-Absagen von Timo Werner (RB Leipzig) und Lukas Nmecha (VfL Wolfsburg), aber die bemerkenswerte Entwicklung des Jungprofis erfreut nicht nur den Bundestrainer. «Wir freuen uns natürlich, das hat er sich auch verdient», sagte BVB-Trainer Edin Terzic.

Die Leistungen des Stürmers ließen seinen Vereinstrainer Terzic zuletzt schon schwärmen: «Er ist extrem talentiert und möchte sich jeden Tag verbessern. Er hat einen riesigen Schritt gemacht, ist immer wieder anspielbar und setzt seinen Körper viel besser ein.» Zugleich aber warnte Terzic vor einem Hype: «So wie wir ihn beschützt haben, als er die Bälle neben das Tor geschossen hat, wird es auch jetzt weitergehen. Er ist und bleibt 17.»

Haller-Lücke geschlossen

Mit sechs Treffern und vier Vorlagen in bisher 13 Ligaspielen in dieser Saison hat Moukoko die Lücke, die der an Krebs erkrankte Neuzugang Sébastien Haller im BVB-Angriff hinterlassen hat, geschlossen. Den vereinsinternen Zweikampf mit dem Sommerzukauf Anthony Modeste hat er gewonnen. Gleichwohl stocken die Gespräche um eine Verlängerung des am Saisonende auslaufenden Vertrages.

Das gute Verhältnis zu Trainer und Förderer Terzic könnte aber dazu beitragen, dass der Jungstar dem BVB die Treue hält. «Ich habe das Vertrauen von Edin, kenne das Umfeld und fühle mich hier sehr wohl», sagte Moukoko kürzlich. Und in seinem emotionalen Instagram-Beitrag dankte er neben seiner Familie auch explizit dem BVB-Trainerteam und seinen Mitspielern. Den Beitrag endete mit dem Satz «Ich liebe euch».

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