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Fußball: Kommentar

Zeit der Testläufe für die DFB-Elf zum Glück vorbei

Getestet und probiert wurde genug. Bundestrainer Joachim Löw lässt nun glücklicherweise die beste Formation aufs Feld, schreibt unser Redakteur Thomas Rellmann in seinem Kommentar zur Nationalmannschaft. Das Team scheint – unabhängig von Corona-Begleiterscheinungen – auf dem richtigen Weg.

Thomas

Die DFB-Elf beim Jubel am Samstag Foto: dpa

Wenn wir ehrlich sind, haben uns die personellen Testläufe, die Bundestrainer Joachim Löw wie kaum ein zweiter zu pflegen scheint, in den vergangenen Monaten (oder sogar Jahren) immer etwas gestört. Da wurden Profis zu Nationalspielern, die der Durchschnittsfan nur vom Hörensagen aus der Bundesliga-Konferenz kannte oder die bei ihrem Club nur Reservist waren.

Thomas Rellmann Foto: Gerharz

Nun hat Löw diese Probierrunden für beendet erklärt, und plötzlich ist so ein Länderspiel wieder einigermaßen sehenswert. Die A-Formation, zu der noch Toni Kroos, Joshua Kimmich oder Kai Havertz stoßen werden (und vielleicht ja sogar irgendwann Mats Hummels und Thomas Müller), legte einen sehenswerten Auftritt hin, selbst wenn ein wenig Aluminium-Glück nach der Pause dazukam.

Wie Leon Goretzka zwei Tore vorlegte, war Extraklasse. Frische Gesichter wie Philipp Max und Robin Koch machen Freude, und in der Angriffsreihe muss sich der DFB ja aktuell eh keine Sorgen machen.

Deutschland kann bei der EM einen spannenden Mix zur Verfügung haben, einen, der sich nicht hinter Franzosen und Spaniern, Belgiern und Engländern verstecken muss.

Wichtiger Lostopf-Zuordnung

Stück für Stück versucht das Team gerade, verlorenes Renommee rein sportlich zurückzuerobern. Der Weg stimmt. Dass Lostopf 1 für die WM-Qualifikation, die bei nur 13 Tickets für europäische Teams keineswegs ein Selbstläufer ist, gesichert wurde, kann noch Gold wert sein. Der Gruppensieg in der wenn auch ungeliebten Nations League würde am Dienstag in Spanien sicher auch etwas Auftrieb geben. Und für die Begleitumstände mit positiven Corona-Tests bei den Ukrainern, strittigem Regelwerk und langer Ungewissheit können in diesen Zeiten weder DFB noch Löw und schon gar nicht die Spieler etwas.

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