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7:1 gegen Lettland

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft in der Einzelkritik

Düsseldorf (dpa)

Von dpa

Antreiber und Vollstrecker zugleich: Ilkay Gündogan (l). Foto: Federico Gambarini/dpa

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft beim 7:1-Sieg gegen Lettland in der Einzelkritik.

Neuer: Spalier beim Jubiläum: Sein 100. Länderspiel war eines der ruhigsten. Trieb die Kollegen an und ärgerte sich über das Gegentor.

Ginter: Ein Wackler am Anfang, dann spulte Mister Zuverlässig sein Programm ab. Wurde genauso wenig gefordert wie seine Abwehrkollegen.

Hummels: Jetzt auch Dreierketten-Chef in der Mitte: War vor allem als Spieleröffner gefordert. Außenriss-Pass à la Beckenbauer vor dem 5:0.

Rüdiger: Robust, die Brust war breit nach dem Königsklassen-Sieg. Traute sich sogar einen Abschluss wie ein echter Stürmer zu.

Kimmich: Probte seine mögliche EM-Rolle rechts außen. Brauchte etwas Zeit, dann umtriebig: Aktiv, ehrgeizig und auch Tor-Vorbereiter.

Kroos: Spielte auch nach Corona-Pause einfach wie immer. Sehr positionstreu, ballsicher und mit schönen langen Pässen.

Gündogan: Heißblütiger Antreiber und Vollstrecker zugleich. Spielte sich den Frust des verlorenen Champions-League-Finals von der Seele.

Gosens: Nutzte die Räume, mit Zug zum Tor. Traf erstmals im siebten Länderspiel und bereitete das 3:0 vor. Ist fest drin in der EM-Elf.

Havertz: Starkes Spiel des Chelsea-Champions, mit Geschmeidigkeit auf engem Raum kaum zu stoppen. Provozierte das Torwart-Eigentor zum 4:0.

Müller: Torcomeback nach über drei Jahren. Suchte die richtigen Räume und fand sie. Erstes Tor seit März 2018, damals auch in Düsseldorf.

Gnabry: Seine Tore-Quote bleibt fantastisch. Eine Halbzeit reichte zu DFB-Treffer Nummer 16 im 22. Spiel. Ein weiteres war möglich.

Werner: Durfte in Halbzeit zwei den Rhythmus aufnehmen. Nutzte die erste Chance und hängte sich rein. Das macht ihm Mut.

Sané: Kam nach der Pause und ärgerte sich erst über eine verpasste Großchance. Doch sein siebtes Länderspiel-Tor markierte er doch noch.

Süle: Der Münchner sieht sich nach Trainings-Sonderprogramm bereit, den Konkurrenzkampf im Abwehrverbund zu schüren.

Günter: Bekam von Löw das Überraschungs-Ticket und durfte wie gegen Dänemark später für Gosens mitmachen. Er braucht Geduld beim Turnier.

Can: Das Dänemark-Spiel hatte der Dortmunder angeschlagen verpasst, jetzt muss er sich anstellen. Vor dem Gegentor einen Tick zu langsam.

Musiala: Der 18-Jährige bekam eine Viertelstunde Einsatzzeit. Die Verletzungspause war dem Münchner anzumerken, die Sicherheit fehlte.

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