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Superstar vor Gericht

Neymar bestreitet Beteiligung an Vertragsverhandlungen

Barcelona (dpa)

Brasiliens Superstar Neymar seht in Barcelona vor Gericht. Es geht um Betrugs- und Korruptionsvorwurfe beim alten Transfer.

Von dpa

Neymar (M) in Barcelona auf dem Weg in den Gerichtssaal. Foto: Joan Mateu Parra/AP/dpa

Brasiliens Fußball-Star Neymar hat einem Medienbericht zufolge vor einem Gericht in Barcelona ausgesagt, er habe nicht an den Verhandlungen über seinen Wechsel zum FC Barcelona 2013 teilgenommen.

«Darum hat sich mein Vater gekümmert. Ich habe unterschrieben, was er mir gesagt hat», zitierte ihn die Nachrichtenagentur Europa Press. In dem Prozess vor dem Landgericht von Barcelona, der am Montag begonnen hatte, geht es um den Vorwurf, der Fußballstar und weitere Angeklagte hätten sich des Betrugs und der Korruption beim Transfer des Profis vom FC Santos zum FC Barcelona im Jahr 2013 schuldig gemacht.

Haftstrafe gefordert

Die Staatsanwaltschaft fordert für Neymar einen zweijährigen Freiheitsentzug sowie eine Geldstrafe in Höhe von zehn Millionen Euro. Ein Privatkläger drängt sogar auf eine Haftstrafe von fünf Jahren für Neymar. 

Termine für die mündlichen Verhandlungen sind bis zum 31. Oktober angesetzt. Laut Medienberichten muss Neymar, der bei Paris Saint-Germain unter Vertrag steht, an weiteren Verhandlungstagen aber nicht mehr persönlich teilnehmen, sondern es werde dann für ihn eine Videoschalte eingerichtet.

Neben Neymar (30), der seit 2017 beim französischen Meister spielt, sind auch die Eltern des Profis sowie zwei Ex-Präsidenten des FC Barcelona angeklagt, Josep Bartomeu und Sandro Rosell. Die höchste Strafe fordert die Staatsanwaltschaft für Rosell: Fünf Jahre. Haftstrafen von bis zu zwei Jahren werden in Spanien bei nicht vorbestraften Angeklagten fast immer zur Bewährung ausgesetzt. Alle Beschuldigten hatten zuvor die Anschuldigungen bestritten.

Es geht um eine Klage des brasilianischen Investment-Fonds DIS im Zusammenhang mit dem Transfer Neymars zu den Katalanen. DIS hielt Anteile von 40 Prozent an Neymar und sieht sich um eine Millionensumme betrogen. Nach den Ermittlungen der spanischen Behörden soll für den Wechsel deutlich mehr Geld geflossen sein als die offiziell angegebenen 57,1 Millionen Euro. Nach Angaben des spanischen Topclubs sollen damals 40 Millionen Euro an Neymar und seine Familie sowie 17,1 Millionen Euro an den FC Santos geflossen sein.  Nach den Ermittlungen sollen aber mindestens gut 83 Millionen geflossen sein. Nach einem damaligen Bericht der Zeitung «El Mundo» soll Barcelona sogar 95 Millionen Euro ausgegeben haben. 

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