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Fußball: Kommentar

Widerstand auch gegen Reform der Champions League wünschenswert

Die Super League ist vom Tisch, jetzt sollte die fast genauso absurde Reform der Champions League ebenfalls gestoppt werden. Die starke Allianz des Widerstands sollte sich erneut formieren, schreibt Redakteur Thomas Rellmann in seinem Kommentar.

Thomas Rellmann

Fußballfunktionär Steffen Schneekloth hat nicht nur die Super-League-Pläne scharf kritisiert, sondern auch die Reform der Champions League durch die UEFA. Foto: Arne Dedert

Diese denkwürdigen 48 Stunden von Sonntag- bis Dienstagnacht haben gezeigt, dass im Fußball doch nicht alle Macht beim Geld liegen muss. Fans, (Ex-)Profis, Trainer, Funktionäre, Medien – der Chor der Gegenstimmen zur Super League war vielstimmig, einheitlich, wuchtig. Eine starke Allianz. Ein Pro war nirgends zu vernehmen.

Gut so. Fragen bleiben dennoch. War es Zufall, dass der Vorstoß parallel zur kaum weniger diskutablen, aber plötzlich in den Hintergrund gerückten Champions-League-Reform passierte? Auch hier wäre breiter Widerstand wünschenswert. Das Schweizer Modell in einer Gesamttabelle mag noch reizvoll sein, da die Vorrunde aktuell todlangweilig ist.

Wildcards, vergeben nach einem Uefa-Ranking, führen den Wettbewerb jedoch ad absurdum. Wenn Clubs, die in nationalen Ligen teils deutlich die Königsklasse zu verpassen drohen (wie derzeit Liverpool, Arsenal oder der BVB), doch noch Schlupflöcher finden, stirbt ein weiteres Stück des Sportgedankens und die ohnehin viel zu große Kluft wächst weiter.

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