1. www.wn.de
  2. >
  3. Sport
  4. >
  5. Handball
  6. >
  7. Fabian Wiede kehrt zurück und ist der Mann für die Extras

  8. >

Handball: Olympia-Qualifikationsturnier

Fabian Wiede kehrt zurück und ist der Mann für die Extras

Berlin

Seine Rückkehr weckt Hoffnungen. Fabian Wiede ist im Nationalteam der, der mal eine überraschende Idee im Angriff fährt, der unerwartete Dinge tut. Beim Olympia-Qualifikationsturnier kehrt er zurück in die DHB-Auswahl nach langer Verletzungspause. Allerdings fehlt nun sein Kumpel Paul Drux.

Thomas Rellmann

Schon länger her: Fabian Wiede (links, hier Patrick Wiencek), im Nationalmannschaftstrikot Foto: Anke Waelischmiller

Paul Drux war als Taktgeber vorne und zugleich Teil des Abwehrbollwerks fest eingeplant. Sein Fehlen beim Olympia-Qualifikationsturnier in Berlin ist für die deutsche Mannschaft nicht leicht zu kompensieren. Eins-zu-eins ersetzen wird ihn Fabian Wiede nicht. Doch das Comeback des Linkshänders bringt Bundestrainer Alfred Gislason neue Möglichkeiten.

„Ich denke, dass ich als spielender Halbrechter eine gute Ergänzung bin“, sagt der Profi der Füchse Berlin. Weil eine Schulterverletzung den 27-Jährigen seit 2019 in der DHB-Auswahl bremste, waren als Mittelmänner in der Zwischenzeit andere gefragt. Philipp Weber punktete dort, das Talent von Juri Knorr ist zudem unbestritten. Wiede galt als potenzieller Regisseur, „Übersicht und Spielintelligenz“ wertet er selbst als große Stärken. Der Kunstwurf gehört sicher auch dazu. „Wenn man so lange raus ist, weiß man natürlich nicht genau, wie der eigene Stand ist, wie der Coach einen einplant.“ Gislason behielt Wiede aber immer auf dem Zettel, erkundigte sich schon vor der Januar-WM in Ägypten, die der gebürtige Brandenburger noch ausließ, über den Fitnesszustand und freute sich über grünes Licht im Anschluss.

Hanning sorgt sich um Basis

DHB-Vize Bob Hanning äußerte sich zum Quali-Turnier, aber auch zu allgemeinen Themen.

Sein Gemütszustand: „Ich bin nicht aufgeregt, sondern sachlich.“

"Es ist schön, dass er mich berücksichtigt. Klar ist aber auch, dass ich ein, zwei Einheiten länger brauche, um mich einzufinden“, sagt der 79-fache Nationalspieler. „Andererseits kennen wir uns alle sehr lange, haben oft miteinander gespielt.“

Aber seinen Füchse-Kollegen Drux vermisst Wiede, der ja selbst eine dicke Krankenakte besitzt, schon. Selbst wenn sich die eigenen Einsatzoptionen nun erweitern. Das Duo kennt sich aus dem Eff-eff. „Ich wusste um seine Knieprobleme, aber dass der Meniskus eingerissen ist, hat mich überrascht. Es ist sehr traurig, damit hat keiner gerechnet. Ich hoffe, dass wir Olympia zusammenspielen.“

Deutschland als Favorit

Dazu muss mindestens Platz zwei in der Viererrunde mit Schweden, Slowenien und Algerien her. „Die Ziele sind klar definiert.“ Auf die Skandinavier, am Freitag Auftaktgegner, sieht Wiede sein Team durch detaillierte Analysen „bestmöglich vorbereitet“. Er räumt aber ein, dass Deutschland in seiner sportlichen Heimat, der Max-Schmeling-Halle, als Favorit gilt. „Unser Kader ist gut und breit aufgestellt. Schweden ist als Vize-Weltmeister vielleicht besser eingespielt.“ Wiede kann und soll im Duell das gewisse Extra im Rückraum einbringen. Dass er das kann, hat er oft genug bewiesen.

Startseite