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Pferdesport

Vielseitigkeits-EM: Deutsche Equipe nach Dressur Zweite

Avenches (dpa)

Ingrid Klimke hat bei der EM im Vielseitigkeitsreiten die Führung nach der Dressur übernommen. In der Team-Wertung belegt sie mit der deutschen Equipe Platz zwei. Medaillen sind möglich.

Von dpa

Die deutsche Vielseitigkeitsreiterin Ingrid Klimke mit ihrem Pferd Hale Bob. Foto: Friso Gentsch/dpa/Archiv

Die deutsche Vielseitigkeits-Equipe hat bei der EM nach der ersten Teil-Disziplin die Abschiedsmedaillen für ihren scheidenden Bundestrainer Hans Melzer im Blick.

Die überragende Starterin war im Schweizer Avenches Titelverteidigerin Ingrid Klimke, die auf Hale Bob die beste Dressur-Vorstellung zeigte und in der Einzelwertung die Führung übernahm.

Im Team-Klassement liegt die 53-Jährige aus Münster gemeinsam mit dem dreimaligen Olympiasieger Michael Jung aus Horb auf Wild Wave, Anna Siemer aus Salzhausen auf Avondale und Andreas Dibowski aus Döhle auf Corrida an zweiter Stelle.

Britische Equipe vorn

Besser als die Titelverteidiger sind vor dem Geländeritt am Samstag (11.00 Uhr) nur die britische Mannschaft, Frankreich ist Dritter. Die Entscheidung fällt am Sonntag (11.00 Uhr) im abschließenden Springen. Klimke kann mit einem Sieg als erste Vielseitigkeitsreiterin dreimal nacheinander mit demselben Pferd den EM-Titel holen. Für den 70-jährigen Melzer wäre es bei seinem letzten Championat der passende Abschluss seiner 20 Jahre währenden und äußerst erfolgreichen Amtszeit als Bundestrainer.

Klimke war die letzte deutsche Starterin des deutschen Quartetts. Am Donnerstag hatten Siemer und Dibowski solide Auftritte hingelegt, lagen als Dritte aber deutlich hinter den ersten beiden britischen Reiterinnen. Jung konnte ein wenig verkürzen. «Hans hat mir gesagt: So lange ich hier noch Chef bin, gibt es hier ein bisschen Druck», erzählte sie mit einem Lachen.

EM für Klimke als Saisonhöhepunkt

Klimke hatte nach ihrem schweren Sturz Ende Mai die Olympischen Spiele in Tokio verpasst. Die EM ist ihr Saisonhöhepunkt. In der Einzelwertung liegt die zweimalige Team-Olympiasiegerin mit 20,2 Minuspunkten knapp vor den beiden Britinnen Rosalind Canter auf Allstar (20,6 Minuspunkte) und Nicola Wilson auf Dublin (20,9). Jung ist Siebter (23,9), Dibowski (25,6) Elfter und Siemer (31,5) 38.

Daneben sind Christoph Wahler (Bad Bevensen) auf Carjatan (26,0) und Dirk Schrade (Heidmühlen) auf Casino (30,5) als ausschließlich Einzelstarter dabei. Sie belegten die Plätze 12 und 32.

Auf dem anspruchsvollen Geländekurs vertraut Klimke am Samstag ganz ihrem 17 Jahre alten Wallach Hale Bob. «Er ist ein alter Hase, er kennt das Geschäft», sagte sie. «Alle Aufgaben, die da so sind, haben wir irgendwie irgendwo schon mal gehabt.»

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