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Bernd Neuendorf

DFB-Chef will in Katar über Menschenrechte sprechen

Berlin (dpa) 

Bernd Neuendorf, der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), hat angekündigt, auf seiner anstehenden Katar-Reise zusammen mit Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) über Menschenrechte sprechen zu wollen.

Von dpa

Fans des SC Freiburg stehen auf der Tribüne vor und hinter einem Banner mit der Aufschrift „#BOYCOTT QATAR 2022“. Foto: Philipp von Ditfurth/dpa

«Die Haltung des DFB ist klar: Wir treten weiter entschieden für einen Entschädigungsfonds der FIFA für die Familien von verstorbenen oder verletzten Arbeitern ein», sagte Neuendorf dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). 

Menschenrechtsfragen im Fokus

Die Fußball-Weltmeisterschaft startet am 20. November und geht bis zum 18. Dezember. Faeser und ihre Delegation, zu der auch der DFB-Präsident gehört, werden am 31. Oktober zu einem zweitägigen Besuch in Katar erwartet. «Im Mittelpunkt der Reise stehen die Menschenrechtsfragen, die rund um das Turnier diskutiert werden, etwa der Schutz von queeren Menschen vor Diskriminierung und Verfolgung sowie die Verantwortung für Wanderarbeiter, die die WM-Stadien gebaut haben», hatte eine Sprecherin von der Bundesinnenministerin am Freitag in Berlin mitgeteilt. 

DFB-Präsident Neuendorf möchte in Doha erneut mit FIFA-Präsident Gianni Infantino sprechen. Beim Austausch mit Scheich Hamad bin Chalifa Al Thani, dem Präsidenten des Katarischen Fußballverbands, und der katarischen Regierung müsse unter anderem die Forderung nach einem Zentrum für Arbeitsmigrantinnen und -migranten im Vordergrund stehen. «Diese sollen hier über ihre Rechte aufgeklärt und bei konkreten Anliegen unterstützt werden», sagte Neuendorf.

Im Vorfeld der Fußball-WM in Katar habe der DFB zuletzt einen regelmäßigen Austausch etwa mit Amnesty International oder Human Rights Watch geführt, betonte Neuendorf. Die Sichtweisen dieser zivilgesellschaftlichen Partner seien in Gespräche mit Vertretern des katarischen Fußballs und der FIFA eingeflossen. Sie würden nun auch eine Rolle bei der gemeinsamen Reise mit Faeser spielen, meinte der DFB-Chef.

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