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Bundesinnenministerin

Faeser will Frauen-Bundesligaspiele besuchen

Potsdam (dpa)

Die auch für den Sport zuständige Bundesinnenministerin Nancy Faeser wirbt um mehr Aufmerksamkeit für den Frauenfußball.

Von dpa

Nancy Faeser, Bundesministerin für Inneres und Heimat, klatscht zu Beginn eines EM-Spiels. Foto: Sebastian Gollnow/dpa

«Gehen Sie hin, gucken Sie sich die Spiele an. Sie sind großartig und ich bin sicher, Sie werden begeistert sein», sagte die SPD-Politikerin in Potsdam bei der Veranstaltungsreihe «RND vor Ort» des Redaktionsnetzwerks Deutschland.

Spiele der Fußball-Männer seien nicht attraktiver als die der Frauen, sagte Faeser auf eine entsprechende Frage. «Ich finde die Frauen-Spiele genauso attraktiv. Warum sich das noch nicht so sehr rumgesprochen hat, das ist eher die Frage.»

Faeser lobte die «großartige Leistung» der Frauen-Nationalmannschaft bei der Europameisterschaft. Nun müsse man aktiv dafür werben, dass Menschen auch die Spiele der Frauen-Bundesliga besuchten. Sie selbst wolle demnächst mit ihrer Parteikollegin Bärbel Bas, der Bundestagspräsidentin, Partien besuchen. «Mit Sicherheit komme ich auch nach Potsdam zu Turbine», kündigte Faeser an. «Und ich werde mit Frau Bas auch nach Duisburg gehen, um mir ein Bundesligaspiel anzuschauen.»

Es sei wichtig, auch für eine bessere Bezahlung im Frauen-Fußball zu werben, sagte Faeser. Es sei richtig, dass beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) viele wichtige Positionen mit Männern besetzt seien, wenn auch nicht alle. «Aber ich glaube, dass sich gesamtgesellschaftlich da auch viel ändern muss. Ich glaube, es ist zu einfach, nur zu sagen, der DFB muss da seine Hausaufgaben machen. Ich glaube, wir alle müssen unsere Hausaufgaben machen.» Wenn mehr Menschen Spiele der Frauen besuchten, dann sei es auch einfacher, Änderungen vom DFB zu verlangen.

In der umstrittenen Entscheidung gegen einen Elfmeter für die deutsche Frauen-Mannschaft im Finale der Europameisterschaft im Londoner Wembley-Stadion sagte Faeser: «Ja, es war einer. Ich war vor Ort. Ich konnte es sehen.» Aber damit müsse man sportlich umgehen.

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