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Corona-Krise

Sportausschuss-Chefin: Athleten nicht ungeimpft zu Olympia

Berlin (dpa) - Die Vorsitzende des Bundestags-Sportausschusses, Dagmar Freitag, lehnt eine Olympia-Reise deutscher Sportler nach Tokio ohne vorherige Corona-Impfung ab.

dpa

Dagmar Freitag wünscht sich geimpfte deutsche Athleten bei den Olympischen Spielen. Foto: Fabian Strauch

«Ich halte es nicht für verantwortbar, sie ungeimpft nach Tokio zu schicken», sagte die SPD-Politikerin dem Saarländischen Rundfunk, 100 Tage vor der geplanten Eröffnung der Sommerspiele. Allerdings soll laut Freitag nicht die Impf-Priorisierung zugunsten von Olympioniken aufgehoben werden. Man müsse eine Lösung finden, «die ich auch der Supermarktkassiererin gegenüber vertreten kann», sagte Freitag.

Zuvor hatte bereits DOSB-Chef Alfons Hörmann betont, nur mit Schutz-Impfungen gegen das Coronavirus könne man «guten Gewissens die Mannschaft nach Tokio entsenden». Der 60-Jährige zeigte sich jedoch zuversichtlich, dass trotz des zunächst schleppenden Impftempos nun auch die Sportlerinnen und Sportler bald an die Reihe kommen. «Wir gehen davon aus, dass alle Athletinnen und Athleten und selbstverständlich auch alle Betreuer rechtzeitig eine Impfung erhalten werden», sagte Hörmann im NDR-«Sportclub».

Einer DOSB-Umfrage zufolge sind bereits etwa 13 Prozent der möglichen deutschen Teilnehmer von Olympia und Paralympics geimpft. Rund acht Prozent lehnen Hörmann zufolge eine Impfung ab. Als Größenordnung für die DOSB-Delegation für Tokio inklusive Betreuern und Funktionären nannte der Dachverbandsschef rund 2000 Menschen.

© dpa-infocom, dpa:210414-99-199724/3

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