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Dopingfall Walijewa

Wada erhebt schwere Vorwürfe gegen Russland

Peking (dpa)

Die Welt-Anti-Doping-Agentur hat Russland schwere Fehler beim Umgang mit dem Dopingfall der 15 Jahre alten Eiskunstlauf-Europameisterin Kamila Walijewa vorgeworfen.

Von dpa

Die Wada erhebt im Dopingfall der Eiskunstläuferin Kamila Walijewa Vorwürfe gegen Russland. Foto: Andrew Milligan/Press Association Images/dpa

Wie die Wada in Peking mitteilte, würde die Aufhebung der vorläufigen Suspendierung der im Dezember 2021 positiv getesteten Russin durch den Disziplinarausschuss der russischen Anti-Doping-Agentur (Rusada) «nicht mit den Bestimmungen des Wada-Codes übereinstimmen».

Die Wada sei daher enttäuscht, dass die Ad-hoc-Abteilung des Internationalen Sportgerichtshofs Cas die Bestimmungen des Codes nicht angewendet habe. Sie würden «keine spezifischen Ausnahmen in Bezug auf obligatorische vorläufige Suspendierungen für «geschützte Personen», einschließlich Minderjähriger, zulassen».

Der Cas hatte nach einem Eilverfahren als einen der Gründe, die Einsprüche gegen die Aufhebung der vorläufigen Sperre Walijewas abzulehnen, das Alter der 15-Jährigen genannt. Zudem begründete der Cas seinen Beschluss damit, dass es aufgrund einer unklaren Beweislage und der Verzögerungen bei der Auswertung des Dopingtests unfair wäre, der Russin eine Teilnahme am Damen-Einzel zu verwehren.

Dopingprobe Walijewas nicht entsprechend gekennzeichnet

Die Wada weist der Rusada eine Mitschuld an der Verzögerung zu. «Was die Probenanalyse der Athleten anbelangt, so erwartet die Wada stets, dass die Anti-Doping-Organisationen mit den Labors in Verbindung stehen», hieß es in der Mitteilung. Dadurch solle sichergestellt werden, dass diese die Analyse der Proben beschleunigen und die Resultate vorliegen, bevor die Athleten zu Großveranstaltungen wie den Olympischen Spielen reisen oder dort antreten würden.

«Nach den der Wada vorliegenden Informationen wurde die Probe in diesem Fall von der Rusada nicht als Prioritätsprobe gekennzeichnet, als sie beim Anti-Doping-Labor in Stockholm einging», erklärte die Weltagentur. «Dies bedeutete, dass das Labor nicht wusste, dass es die Analyse dieser Probe beschleunigen sollte.»

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