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Tennis: Die French Open beginnen am Sonntag / Zverev gehört zum hochgeschätzten Herausforderer-Kreis

Bleibt Nadal der König von Paris?

Münster

Die French Open in Paris beginnen am Sonntag. Klarer Favorit bei den Männern ist Rafael Nadal. Doch auch Alexander Zverev hat sich in Position gebracht. Wir geben vor dem Turnierstart in Roland Garros einen Überblick zu den wichtigsten Fragen.

Von Henner Henningund

Mein Schatz: Rafael Nadal will bei den am Sonntag beginnenden French Open seinen 14. Titel gewinnen. Das versucht die Konkurrenz um Alexander Zverev zu verhindern, bei den Damen hofft Angelique Kerber auf bessere Tage. Foto: dpa

Gerade einmal sieben Monate und ein paar Tage liegen zwischen dem letzten Ballwechsel der French Open 2020 und dem ersten Aufschlag 2021. Bedingt durch die Corona-Pandemie fand im vergangenen Jahr das Turnier am Bois de Boulogne erst im Herbst statt, nun ist es – verschoben um eine Woche – wieder an seinen ursprünglichen Termin gerutscht. Damals wie heute stellt sich in der Herren-Konkurrenz die Frage: Wer kann Rafael Nadal stoppen? Es ist eine von vielen, die es in den kommenden 14 Tagen ab Sonntag zu beantworten gilt.

Wer sind die Favoriten? Es ist eher eine rhetorische Frage, wer bei den Herren als Top-Kandidat genannt wird. Titelverteidiger Nadal, 13-maliger Champion im Stade Roland Garros, ist nicht nur bei den Buchmachern die Nummer eins, seine French-Open-Bilanz von 100:2 Siegen liest sich erdrückend für die Herausforderer, die dennoch einen neuen Anlauf nehmen. So wie der Weltranglistenerste und Vorjahresfinalist Novak Djokovic, der allerdings kürzlich in Rom erst die Stärke Nadals, der passend zu Paris wieder in Top-Form ist, zu spüren bekommen hat. Dass der Mallorquiner auf Sand schlagbar ist, bewies Alexander Zverev in Madrid, wo der Hamburger letztlich auch triumphierte. Dieser Erfolg und eine scheinbar günstige Auslosung bringen ihn in den Favoritenkreis, zu dem auch der Österreicher Dominic Thiem und der Grieche Stefanos Tsitsipas gehören. Eher Außenseiter sind Roger Federer, der die French Open als „Vorbereitung auf die Rasensaison“ nutzt, und der Weltranglistenzweite Daniil Medwedew, der „Tennis auf Sand hasst“ und in Paris bislang in vier Anläufen noch nicht ein Match gewann.

Wer wird bei den Damen am höchsten eingeschätzt? Das Feld ist einmal mehr offen, die Spitze liegt eng beisammen. Die Australierin Ashleigh Barty und die Japanerin Naomi Osaka fehlten 2020, greifen nun aber wieder an – und fordern Titelverteidigerin Iga Swiatek (Polen), die in Rom mit ihrem Turniersieg beeindruckte. Eher geringe Chancen werden Serena Williams zugesprochen, zumal die Amerikanerin eine anspruchsvolle Auslosung erwischt hat.

Wie sieht es mit den deutschen Startern um Angelique Kerber, Jan-Lennard Struff und Co. aus? Ein Husarenritt, wie ihn im vergangenen Herbst Daniel Altmeier mit seiner Achtelfinal-Teilnahme hinlegte, würde überraschen. Struff erwischte mit Andrej Rublew ein ganz schweres Auftaktlos, auch Andrea Petkovic (gegen die an Position 18 gesetzte Karolina Muchova) hätte mehr Glück haben können. Wenig Anlass zur Hoffnung gibt auch die Form vom Kerber, die 2021 nur 50 Prozent ihrer Matches gewann und in Runde drei schon auf Williams treffen könnte. Erfreulich: Die Qualifikanten Oscar Otte und Maximilian Marterer stocken das deutsche Herren-Kontingent auf sieben auf, bei den Damen ist neben Kerber und Petkovic nur noch Laura Siegemund dabei.

Wie hoch ist das Preisgeld in diesem Jahr?

In Folge der Corona-Krise ist zum zweiten Mal in Folge das Preisgeld reduziert worden. 34,37 Millionen Euro werden insgesamt verteilt – und damit vier weniger als 2020. Die beiden Einzelsieger erhalten je 1,4 Millionen.

Sind Zuschauer bei den French Open zugelassen? Ja. Die Veranstalter haben den Start extra um eine Woche nach hinten geschoben, um das „Turnier vor einer größtmöglichen Anzahl von Fans zu spielen und gleichzeitig Gesundheit und Sicherheit zu gewährleisten“. 35 Prozent Auslastung soll es in den ersten Tagen geben, ab dem Viertelfinale sollen 5000 Besucher kommen dürfen. Besonderheit: Erstmals gibt es in Paris wie bei den Australian und den US Open eine Nightsession.

Wer überträgt im TV?

Die Rechte liegen einmal mehr bei Eurosport, das täglich im Free-TV umfassend berichtet und weitere Angebote bei Eurosport 2 und im Eurosport-Player (beide kostenpflichtig) zeigt. Auch DAZN überträgt einige Partien.

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