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Ukraine-Konflikt

Medwedew: Tennis manchmal nicht so wichtig

Acapulco (dpa)

Russlands Tennis-Ass Daniil Medwedew macht sich Sorgen wegen des Ukraine-Konflikts. In der nächsten Woche ist er auf dem Tennis-Thron.

Von dpa

Der Russe Daniil Medwedew sorgt sich wegen des Ukraine-Konflikts. Foto: Eduardo Verdugo/AP/dpa

Der neue Tennis-Weltranglisten-Erste Daniil Medwedew hat sich betroffen geäußert über den Angriff russischer Truppen auf die Ukraine.

«Hier in Mexiko aufzuwachen und die Nachrichten aus der Heimat zu sehen, war nicht einfach», sagte der 26 Jahre alte Russe nach seinem Viertelfinalsieg beim ATP-Turnier in Acapulco. Als Tennisspieler werbe er für Frieden auf der ganzen Welt.

«Wir spielen in so vielen verschiedenen Ländern, ich war als Junior und als Profi in so vielen verschiedenen Ländern. Es ist nicht leicht, all diese Neuigkeiten zu hören», sagte Medwedew.

Niederlage von Djokovic in Dubai

Weil Novak Djokovic beim parallel stattfindenden Turnier in Dubai verlor, wird er am kommenden Montag seine Führung in der Weltrangliste an Medwedew abgeben. Natürlich sei er froh, die Nummer eins zu werden, sagte Medwedew und bezeichnete dies als Ziel seit seiner Kindheit. «Aber in diesen Momenten ist klar, dass Tennis manchmal nicht so wichtig ist», sagte der Australian-Open-Finalist dieses Jahres und US-Open-Sieger von 2021. Im Halbfinale von Acapulco trifft Medwedew auf den Spanier Rafael Nadal, gegen den er zuletzt im Endspiel von Melbourne nach einer 2:0-Satzführung verloren hatte.

Medwedew verwies darauf, dass in der vergangenen Woche beim Turnier in Marseille sein russischer Landsmann Andrej Rubljow gemeinsam mit dem Ukrainer Denis Molchanow den Doppel-Titel gewonnen habe. «Das war großartig, weil die Menschen zusammenhalten müssen», sagte Medwedew.

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