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21. Spieltag

Bundesliga: Das war der Samstag, das bringt der Sonntag

Berlin (dpa)

Bis zu 10.000 Fans durften wieder in die Stadien. Der FC Bayern marschiert vorneweg. Spannend ist das Rennen um die weiteren Plätze, sogar der 1. FC Köln träumt von der Königsklasse.

Von dpa

Am 21. Spieltag waren 10.000 Zuschauer in der Allianz Arena zugelassen. Foto: Sven Hoppe/dpa

Der FC Bayern hat vorgelegt. Nach dem 3:2 der Münchner gegen RB Leipzig muss Borussia Dortmund nachlegen, soll der Fußball-Bundesliga noch ein wenig die Spannung erhalten bleiben. Im Westduell mit Bayer Leverkusen ist Spektakel fast schon garantiert.

Zuschauer

Thomas Müller war begeistert, dass wieder bis zu 10.000 Fans in die Bundesliga-Stadien durften. «Das war ein gutes Gefühl. Wenn der Ball ins Tor geht, das Licht flackert und die Leute sind da. Für diese Gefühle lohnt es sich zu ackern», sagte Müller nach dem 3:2 gegen Leipzig dem TV-Sender Sky. Trotz der Lockerungen sind die Verantwortlichen aber noch nicht zufrieden. RB Leipzig will gegen die Restriktionen weiter klagen, Geschäftsführer Oliver Mintzlaff beklagte «Symbolpolitik». Auch Mainz-Manager Christian Heidel kritisierte: «Deutschland ist ein bisschen bekannt dafür, dass wir sehr, sehr viel Panikmache walten lassen. Ich genieße eine Atmosphäre wie in Spanien, wie locker man dort damit umgeht.»

Eckpfeiler

Nationaltorhüter Manuel Neuer bedauert den Abgang von Abwehrspieler Niklas Süle zum Saisonende beim FC Bayern München. «Uns alle nervt, dass Niklas geht. Er wird uns fehlen», sagte der Keeper und widersprach der Aussage von Ex-Boss Karl-Heinz Rummenigge, der gesagt hatte, dass sich Süle nie wirklich durchgesetzt habe: «Ich denke, dass man heute sagen kann, dass er sich hier durchgesetzt und klasse Leistungen gezeigt hat.» Süle hatte sich mit den Münchnern nicht auf eine Verlängerung seines auslaufenden Vertrages einigen können. «Wenn man so lange miteinander spielt, ist es natürlich schade, wenn so ein Eckpfeiler wegfällt», betonte Neuer.

Abstiegssorgen I

Der Vorsprung von Borussia Mönchengladbach auf die bedrohten Plätze schrumpft weiter. Nach dem 1:1 in Bielefeld sind es nur noch zwei Zähler bis zum Relegationsplatz, den aktuell der VfL Wolfsburg belegt. Kein Wunder, dass die Borussia den Wirbel um den Rückzug von Sportdirektor Max Eberl schnell hinter sich lassen will. «Es sind emotionale Tage. Natürlich vermissen wir ihn, aber irgendwann müssen wir das Thema auch mal abhaken. Er ist weg, jetzt müssen wir uns auf den Verein konzentrieren und schauen und dass wir in die Erfolgsspur zurückkommen», sagte Nationalspieler Jonas Hofmann. Das ist auch nötig, nächste Wochen kommt es zum «Schlüsselspiel» (Trainer Adi Hütter) gegen den FC Augsburg.

Abstiegssorgen II

Nur ein Punkt aus den letzten sechs Spielen - dem VfB Stuttgart droht nach nur zwei Jahren wieder der Gang in die 2. Bundesliga. «Der Abstand ist größer geworden. Das hat die Aufgabe schwieriger gemacht», sagte Sportchef Sven Mislintat mit Blick auf Platz 17. Trainer Pellegrino Matarazzo muss sich aber wohl noch keine Sorgen machen. Auf die Frage, ob der VfB den Weg so weitergeht, antwortete Mislintat knapp mit «korrekt». Ähnlich deutet es der Coach: «Ich spüre Rückendeckung der Verantwortlichen und spüre auch, dass die Jungs mit an Bord sind.»

Torgarantie

Fast wäre Anthony Modeste kurz vor Ende der Transferperiode noch schwach geworden. Ein «unmoralisches Angebot» aus Saudi-Arabien hatte den französischen Torjäger fast wechseln lassen. Am Ende blieb Modeste beim 1. FC Köln. Zum Glück für die Rheinländer: Mit Saisontor Nummer 14 schießt der Stürmer den FC zum 1:0 gegen den SC Freiburg und ganz nah an die Champions-League-Plätze heran.

Torlos

Max Kruse ist weg - und schon endet die Siegesserie von Union Berlin. Beim 0:2 in Augsburg fehlte vorne die Durchschlagskraft. «Es bringt nix, über Max zu diskutieren, weil Max nicht mehr hier ist», sagte Trainer Urs Fischer über den Star-Stürmer, der jüngst zum VfL Wolfsburg abgewandert ist. «Es hat gar keiner gefehlt. Wir sind nicht an unser Leistungsniveau gekommen, was wir in den letzten Wochen hatten», meinte Berlins Keeper Andreas Luthe zur Kruse-Debatte.

Torfabrik

Beim Kräftemessen zwischen Borussia Dortmund und Bayer Leverkusen ist Spektakel fast schon garantiert. Durchschnittlich fünf Treffer pro Partie in den vergangenen zehn Bundesliga-Duellen erhöhen auch bei Rose die Vorfreude: «Ich erwarte ein Spitzenspiel. Aber wir müssen aufpassen, dass es ein nicht zu großer Schlagabtausch wird.» Zum Leidwesen des Fußball-Lehrers wird Torgarant Erling Haaland im Duell des besten Heimteams gegen die zweitbeste Auswärtsmannschaft fehlen. Weil die Adduktorenprobleme noch immer nicht gänzlich abgeklungen sind, erwiesen sich die Hoffnungen auf ein schnelles Comeback des Norwegers als Wunschdenken.

Einsatzgarantie

Trainer Florian Kohfeldt vom VfL Wolfsburg hat seinem prominenten Neuzugang Max Kruse vor dem Heimspiel gegen den Tabellenletzten SpVgg Greuther Fürth eine Stammplatzgarantie ausgestellt. «Max wird spielen, auf jeden Fall. Von Beginn an», sagte Kohfeldt vor dieser wichtigen Partie. Wolfsburg muss dringend punkten, um den Relegationsrang zu verlassen.

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