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2. Liga

Darmstadt und St. Pauli oben - Schalke und HSV patzen

Düsseldorf (dpa)

Darmstadt und St. Pauli untermauern ihre Aufstiegsambitionen. Das erhöht den Druck auf Werder Bremen. Der FC Schalke 04 verliert den Kontakt zur Spitzengruppe - und Nürnberg überholt den HSV.

Von Heinz Büse, dpa

St. Paulis Simon Makienok (2.v.l) feiert sein Tor zum 3:0. Foto: Christian Charisius/dpa

Viele Tore, spektakuläre Dramaturgie - das Aufstiegsrennen in der 2. Fußball-Bundesliga bleibt spannend wie lange nicht. Nur einen Tag nach dem furiosen 3:2 (0:1) des vorerst neuen Tabellenführers SV Darmstadt 98 gegen den 1. FC Heidenheim zog der FC St. Pauli nach Punkten gleich.

Beim 3:1 (3:0) über den Karlsruher SC spielten die Kiezkicker am Samstag vor allem in der ersten Halbzeit groß auf und untermauerten ihren Ruf als Mitfavorit. Dagegen geriet der FC Schalke 04 nach dem 3:4 (2:2) gegen den FC Hansa Rostock im Rennen um die Bundesliga-Rückkehr vorerst ins Hintertreffen.

Im Abendspiel besiegte der 1. FC Nürnberg den Hamburger SV glücklich mit 2:1 (1:1), zog mit 42 Punkten am HSV (41) vorbei und mischt nach einer kleinen Siegesserie wieder im Aufstiegskampf mit. Außenverteidiger Tim Handwerker erzielte in der 88. Minute das umjubelte Siegtor. Vor 25.000 Zuschauern im ausverkauften Max-Morlock-Stadion trafen zuvor Pascal Köpke für die Franken (15.) und Ludovit Reis (25.) für den HSV.

Darmstadt drehte Spiel

Weiter im Rennen um die Aufstiegsplätze bleiben auch die Darmstädter, die nur aufgrund der besseren Tordifferenz zumindest für einen Tag an die Spitze stürmten. In einer packenden Partie gegen Heidenheim wendete die Mannschaft von Trainer Torsten Lieberknecht eine drohende Heimschlappe dank einer bemerkenswerten Aufholjagd ab. Binnen sieben Minuten wurde aus einem 0:2-Rückstand ein 3:2-Erfolg. Aaron Seydel (77.), Phillip Tietz (81.) und Tim Skarke (83.) sorgten für den umjubelten Erfolg. «Wir haben eine Wahnsinns-Moral gezeigt. Die Truppe ist immer parat», schwärmte Lieberknecht.

Dagegen begann für Schalke die neue Zeitrechnung ohne seinen langjährigen Hauptsponsor Gazprom wenig erfolgreich. Vor 28 790 Zuschauern sorgen die Rostocker Torschützen Svante Ingelsson (25.), John Verhoek (40.), Pascal Breier (56.) und Nils Fröling (90.+5) für Ernüchterung. Trotz der drei Treffer von Simon Terodde (33./43./83.) beträgt der Rückstand des Bundesliga-Absteigers auf Rang zwei bereits sechs Punkte.

Viele Tore

Ähnlich torreich wie der Krimi in Gelsenkirchen verlief das Spiel in Kiel, wo dem SC Paderborn beim 4:3 (1:1) der erste Erfolg nach zuvor vier Partien ohne Sieg gelang. Trotz der deutlichen 4:1-Führung gerieten die Ostwestfalen nach dem Anschlusstreffer des Kielers Benedikt Pichler (88.) noch einmal ins Wanken. «Jeder Sieg tut gut. Wir sind glücklich, wieder drei Punkte geholt zu haben», sagte SCP-Trainer Lukas Kwasniok sichtlich erleichtert.

Mit einem Sieg am Sonntag (13.30 Uhr/Sky) daheim gegen Dynamo Dresden kann der bisherige Tabellenführer Werder Bremen die Darmstädter an der Spitze ablösen. Im dritten Samstagspiel setzte sich Sandhausen mit 3:1 (2:1) gegen Hannover durch.

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