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Sieg beim VfB Stuttgart

Reynas Tränen: Verletzten-Serie drückt beim BVB die Stimmung

Stuttgart (dpa)

Das 2:0 in Stuttgart hellt die Stimmung bei Borussia Dortmund kaum auf. Die anhaltende Verletzten-Misere bereitet dem BVB Sorgen. Trainer Marco Rose glaubt aber an die medizinische Abteilung.

Von Maximilian Wendl, dpa

Dortmunds Giovanni Reyna geht verletzt in die Kabine. Foto: Tom Weller/dpa

Mit den Gedanken war Marco Rose bei Giovanni Reyna. Die Tränen des US-Jungstars nach seiner erneuten Muskelblessur, die ihn wohl wieder zu einer langen Pause zwingt, lieferten das nächste Symbolbild für die frustrierende Verletzten-Serie von Borussia Dortmund.

«Das ist unheimlich bitter für den Jungen», sagte Rose. Die Freude des BVB-Trainers über das 2:0 (1:0) beim VfB Stuttgart in der Fußball-Bundesliga wurde von den großen Personalsorgen schwer getrübt. «Er bekommt von uns jegliche Unterstützung und wir werden ihn wieder fit bekommen», versicherte der Coach.

Über 25 Pflichtspiele hat Reyna in dieser Saison bereits verpasst. In Stuttgart war für ihn schon nach sechs Minuten Schluss. Mit gesenktem Kopf trottete der weinende Reyna in die Kabine. Das Trikot hatte er über den Kopf gezogen, um das schmerzverzerrte Gesicht und die Tränen zu verbergen. Sein Aus war nicht der einzige Rückschlag. Auch Mahmoud Dahouds schmerzende Schulter und Mats Hummels' Oberschenkelprobleme beschäftigen Rose.

Insgesamt standen beim BVB schon vor dem Duell mit dem VfB mehr als 2000 Ausfalltage in dieser Spielzeit zu Buche. Ein Ende scheint nicht in Sicht, denn auch Donyell Malen hatte sich mit Muskelproblemen abgemeldet. «Wenn wir das Thema Muskelverletzungen wieder aufmachen, dann möchte ich kurz klarmachen, dass wir beim BVB für uns in Anspruch nehmen, dass wir eine Menge fähiges Personal sowohl in der medizinischen Abteilung als auch im Betreuerstab haben», sagte Rose.

Rose: «Jeder im Verein macht sich seinen Kopf»

Die Vielzahl an Muskelverletzungen seien auch nicht der Grund dafür, dass die Dortmunder und ihr Chef-Physiotherapeut Thomas Zetzmann am Saisonende getrennte Wege gehen werden. «Er ist unglaublich beliebt und ich schätze ihn als Fachmann. Er geht aus privaten Gründen. Das steht nicht im Zusammenhang mit irgendwelchen Verletzungssorgen», bekräftigte Rose. «Jeder im Verein macht sich seinen Kopf und wir sind mehr als sensibilisiert. Aber am Ende kann man auch nicht in die Nummer reinschauen.»

Rose hätte zwar viel lieber über die Reaktion seiner Mannschaft auf das 1:4 gegen RB Leipzig in der Vorwoche gesprochen. In Stuttgart stand neben der verlängerten Ausfallliste aber auch Erling Haaland im Fokus. Der umworbene Star-Stürmer traf erneut nicht. Seit der Rückkehr nach seiner Verletzung muss sich Haaland gedulden.

Dass die Wechselgerüchte eine Rolle spielen, glaubt Rose nicht. «Wir sind in einem sehr guten Austausch», sagte der 45-Jährige. «Ihn hemmt sein Fuß. Erling ist kein Spieler, der eine Tablette nimmt. Vor dem Spiel hat er aber eine genommen. Es war klar, dass wir nicht auf ihn verzichten können.»

«Die besten Antworten gibt man auf dem Platz»

Ins Rampenlicht spielte sich stattdessen Julian Brandt. Trotz der Verletzungen war es Brandts Abend, denn nach der Einwechslung für Reyna traf der Nationalspieler doppelt (12./71. Minute). «Die besten Antworten gibt man auf dem Platz. Auch heute war nicht alles perfekt, aber nach den letzten Wochen stimmt uns das Ergebnis positiv», sagte Brandt.

Nach dem frühen Aus in der Champions League, dem Scheitern in der Europa League und dem vorzeitigen Ende der Mission Titelverteidigung im DFB-Pokal geht es für den BVB nur noch darum, eine durchwachsene Saison ordentlich zu Ende zu bringen. Die lange Verletztenliste hilft dem Tabellenzweiten dabei nicht.

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