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Olympia

US-Star Biles verzichtet auf weitere Turn-Finals

Tokio (dpa)

US-Turnstar Simone Biles setzt bei den Olympischen Spielen in Tokio weiterhin aus. Wegen ihrer mentalen Probleme sagt die 24-Jährige zwei weitere Final-Starts ab.

Von dpa

US-Superstar Simone Biles verzichtet in Tokio auch auf die Finals im Sprung und am Stufenbarren. Foto: Marijan Murat/dpa

Turn-Superstar Simone Biles hat mit Rücksicht auf ihre Gesundheit zwei weitere Starts bei den Olympischen Spielen in Tokio abgesagt.

Einen Tag vor dem Auftakt der Geräte-Finals im Ariake Gymnastics Center erklärte die Amerikanerin am Samstag ihren Verzicht auf die Teilnahme an den Entscheidungen im Sprung und am Stufenbarren. Die 24-Jährige habe dies nach Beratungen mit dem Medizinerteam entschieden, teilte der US-Turnverband mit.

Thomas Bach: «Das ist schon sehr mutig»

Es solle nun weiterhin täglich bewertet werden, ob Biles in den Finals am Boden am Montag und am Schwebebalken am Dienstag an den Start gehen werde. Biles hatte am vergangenen Mittwoch wegen mentaler Probleme bereits ihren Start im Einzel-Mehrkampf in Tokio abgesagt. Einen Tag zuvor war die viermalige Olympiasiegerin von Rio de Janeiro 2016 aus dem Mehrkampf-Finale im Mannschaftswettbewerb nach nur einem Gerät ausgestiegen.

IOC-Präsident Thomas Bach hatte Biles zuletzt die Unterstützung des Dachverbandes zugesichert. «Wir sind bei ihr und wünschen ihr alles Gute. Ich bewundere, wie sie mit der Situation umgeht», sagte der Chef des Internationalen Olympischen Komitees. «Dass sie sich zu diesem Problem bekennt, das ist schon sehr mutig», sagte Bach. Dass die Amerikanerin Biles dennoch ihr Team angefeuert und ihrer US-Kollegin Sunisa Lee als ihrer Nachfolgerin als Olympiasiegerin im Mehrkampf gratuliert habe, zeige «eine große menschliche Stärke», sagte der 67-Jährige und lobte: «Das ist olympischer Geist im besten Sinne.»

Körper und Geist «nicht im Einklang»

Biles hatte nach ihrem Ausstieg im Team-Finale von mentalen Problemen berichtet. «Ich sage, die mentale Gesundheit steht an erster Stelle. Daher ist es manchmal in Ordnung, die großen Wettbewerbe sogar auszusitzen, um sich auf sich selbst zu konzentrieren. Es zeigt, wie stark du als Wettkämpfer und Person wirklich bist anstatt sich einfach durchzukämpfen», hatte Biles gesagt und vom «Kampf gegen Dämonen» vor dem Wettkampf gesprochen.

Am Freitag hatte Biles ihre Entscheidungen noch einmal verteidigt. «Für alle, die sagen, dass ich aufgegeben habe: Ich habe nicht aufgegeben», schrieb die 24-jährige in ihrer Instagram-Story. «Mein Geist und mein Körper sind einfach nicht im Einklang.»

Der US-Turnverband drückte Biles in der Mitteilung vom Samstag seine Bewunderung aus. Sie gehe sehr mutig mit der Situation um. Im Finale am Sprung soll nun am Sonntag MyKayla Skinner für die USA gemeinsam mit Jade Carey an den Start gehen.

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