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Europameisterschaft

U21 zittert sich ins Viertelfinale - «Grund zum Feiern»

Was für eine Spannung! Deutschlands U21 kämpft und zittert sich ins Viertelfinale. Bei Pfosten- und Lattentreffer verpasst die Auswahl von Stefan Kuntz aber den Sieg gegen Rumänien.

dpa

Deutschlands U21-Trainer Stefan Kuntz (M) freut sich mit seinen Spielern über das errreichte Viertelfinale. Foto: Marton Monus

Budapest (dpa) - Total erleichtert rief Stefan Kuntz seine U21-Spieler nach der Zitterpartie ins Viertelfinale im Kreis zusammen, die sich durch ein 0:0 zum Vorrunden-Abschluss gegen Rumänien zum vierten Mal in Serie für die K.o.-Runde einer Fußball- Europameisterschaft qualifizierten.

Ein paar Worten des Trainers folgte der Jubel der Jung-Nationalspieler. «Es freut mich, dass sich die Jungs eine neue Chance erarbeitet haben mit dem Final Eight», sagte Kuntz bei ProSieben und berichtete von strapaziösen Tagen in Ungarn. «Das ganze Turnier war anstrengender als andere.» Auch einige seiner Spieler seien auf dem Zahnfleisch gegangen.

In Budapest wären nach einem leidenschaftlichen Auftritt auch der Sieg und Platz eins in der Gruppe vor den mit 6:1 gegen Ungarn siegreichen Niederländern möglich gewesen. Doch Stürmer Lukas Nmecha scheiterte mit einem Handelfmeter am Innenpfosten (72. Minute), Amos Pieper traf kurz vor Schluss noch die Latte (90.). Gegner zum Auftakt der K.o.-Phase ist für die in drei Spielen ungeschlagene deutsche Mannschaft am 31. Mai Dänemark, Frankreich oder Russland. «Es gibt einen Grund zum Feiern, aber wir freuen uns, dass es in zwei Monaten weiter geht», sagte der Wolfsburger Ridle Baku.

Die Erleichterung war allen Akteuren anzumerken. «Das war extrem schwer. Wir machen das Tor nicht und müssen am Ende zittern», sagte Mittelfeldspieler Niklas Dorsch. «Elfmeter, Latte - da hat alles dazu gepasst. Es war sehr unglücklich, aber wir heben uns das fürs Viertelfinale auf.»

Nach einem forschen Beginn Rumäniens übernahm die Elf von Trainer Kuntz die Kontrolle und dominierte vor allem die erste Halbzeit. Nach dem Seitenwechsel wurde Rumänien in der hitzigen Partie kurzzeitig stärker, die DFB-Elf hatte aber weiter die besseren Chancen. Rumänien ist trotz Punktgleichheit wegen des schlechteren Torverhältnisses im Vergleich zu den Niederlanden und Deutschland ausgeschieden.

Kuntz hatte sein Team auf einen Gegner mit «extremer Mentalität» eingestellt und behielt Recht. Das Team von Trainer Adrian Mutu ging die Partie aggressiv und leidenschaftlich an und erarbeitete sich die erste große Chance. Der Schlenzer von Alexandru Matan klatschte an den Pfosten (5.). Die Rumänen spielten energisch und druckvoll.

Deutschland fand über die Zweikämpfe in die Partie, die DFB-Auswahl übernahm mehr und mehr die Kontrolle. Die größte Chance zur frühen Führung hatte Startelf-Debütant Mateo Klimowicz (24.). Der 20-Jährige war nach feinem Pass von Mergim Berisha frei durch und entschied sich für einen Lupfer, der noch vor der Torlinie geklärt werden konnte.

DFB-Keeper Finn Dahmen, der nach seinem schweren Patzer gegen die Niederlande wieder in der Startelf stand, war nach der rumänischen Anfangsoffensive zunächst beschäftigungslos. Defensiv ließ die deutsche Elf kaum noch etwas zu, offensiv kombinierte sie ansehnlich. Sie ließ aber ohne den erneut angeschlagen fehlenden Youssoufa Moukoko auch etwas die Torgefahr vermissen. Das 16 Jahre alte BVB-Ausnahmetalent musste sein Debüt verletzt erneut verschieben.

Nach der Pause ging es weiter sehr umkämpft zur Sache, die Spannung nahm zu. Die Partie war nun auch hitziger - gleich mehrere Gelbe Karten verteilte der Schiedsrichter in kurzer Zeit. Auch Dorsch kassierte seine zweite Gelbe Karte im Turnier und verpasst damit das Viertelfinale gesperrt. Die größte Chance, für Deutschland alles klarzumachen, vergab dann Nmecha vom Punkt. Auch Pieper fehlten nur Zentimeter. Die deutsche Elf musste bis zum Schluss um das Weiterkommen bangen, brachte das 0:0 aber über die Zeit.

© dpa-infocom, dpa:210330-99-32896/3

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