1. www.wn.de
  2. >
  3. Sport
  4. >
  5. Us-sport
  6. >
  7. Wagner-Brüder froh, dass sie zusammen in der NBA spielen

  8. >

US-Basketball

Wagner-Brüder froh, dass sie zusammen in der NBA spielen

Berlin (dpa)

Die deutschen Basketball-Brüder Moritz und Franz Wagner sind froh, dass sie ihre Erfahrungen in der nordamerikanischen Basketball-Profiliga NBA gemeinsam erleben.

Von dpa

Orlando Magic-Forward Franz Wagner (22) im Duell mit Bostons Center Al Horford (42). Foto: Mary Schwalm/AP/dpa

«Es ist angenehm, diese Erfahrung mit jemandem teilen zu können. Wenn man allein ist, nimmt man es vielleicht wahr - aber man verliert sich in seiner eigenen Gedankenwelt», sagte Moritz Wagner (24) in einem gemeinsamen Interview der «Süddeutschen Zeitung»: «Es ist eine völlig andere Situation, wenn man mal aussprechen kann: "Sag' mal, Alter, was leben wir eigentlich für ein Leben?" Ich kann das mit jemandem teilen, der mir sehr nahe ist.»

Franz Wagner (20) und sein vier Jahre älterer Bruder spielen zusammen bei den Orlando Magic. Franz Wagner war für seine starken Leistungen vor kurzem als Rookie des Monats der Eastern Conference ausgezeichnet worden. Er ist der erste Deutsche, der zum Rookie des Monats in der NBA gekürt wurde.

Von dem Glamour vieler NBA-Profis sind sie weit entfernt. Moritz sei der älteste 24-Jährige, «den ich kenne. Da macht er sich abends seine Kerzen an, kocht Tee und macht es sich gemütlich. Nun sitzen wir beide hier und trinken Tee», sagte Franz Wagner. Das sei der krasse Gegensatz zu der NBA-Welt, in der es häufig darum gehe: «Wer verdient die meiste Kohle, wer hat das swaggigste Outfit, wer kann es noch krasser machen? So sind wir aber nicht aufgewachsen, und da muss man auch gegensteuern - dass man dann auch wieder Bock hat auf diese wilde Welt.» Was ihm helfe, sei, weniger auf sozialen Plattformen unterwegs zu sein - und «Abstand von dieser Welt zu nehmen.» Zudem rede er mit Freunden, die komplett andere Erfahrungen machen.

Moritz Wagner habe erst in den vergangenen eineinhalb Jahren kapiert: «Man muss ein Umfeld kreieren, in das man emotional investiert, das zum Sicherheitsnetz wird und das nicht davon abhängt, wie gut man gerade spielt oder was über einen im Netz gepostet wird. Es ist eines der einfachsten Dinge der Welt: Die Beziehungen, die einem am Herzen liegen, sollte man pflegen.»

Startseite
ANZEIGE