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Weltcup

Nach Blackout: Biathlet Kühn in Nove Mesto vor neuer Chance

Nove Mesto (dpa) - Nach seinem viel diskutierten Rennabbruch beim ersten Teil des Biathlon-Weltcups in Nove Mesto will Johannes Kühn nun zeigen, dass er es besser kann.

dpa

Johannes Kühn ist zwar stark in der Loipe, aber hatte zuletzt Probleme mit dem Schießen. Foto: Sven Hoppe

Und seine Teamkollegen unterstützen den 29-Jährigen vor dem Sprint am Donnerstag (17.30 Uhr/ZDF Und Eurosport). «Wir brauchen Johannes», sagte Olympiasieger Arnd Peiffer, der in der Vorwoche in Tschechien den Staffelsieg und Rang drei im Sprint feiern konnte. Kühn sei das größten Lauftalent im deutschen Team, müsse aber endlich Konstanz beim Schießen reinbekommen.

Und die hat der Bayer nicht, immer wieder verbaut er sich deshalb bessere Ergebnisse. Erst zweimal stand er im Weltcup auf dem Podium, zuletzt am 10. Januar 2020 als Dritter des Sprints von Oberhof.

In Nove Mesto hatte er in der Vorwoche im Sprint nach einem Fehler liegend und fünf Strafrunden stehend das Rennen entnervt abgebrochen. Das sorgte für teils heftige Kritik. «Damit gibt er einen großen Teil von sich selbst auf», sagte ZDF-Co-Kommentator Herbert Fritzenwenger, der ein Aufgeben als absolutes No-Go bezeichnete. ZDF-Experte und Olympiasieger Sven Fischer sagte: «Ich verstehe, dass man dann mental kaputt ist, aber so was darf nicht wieder vorkommen.» Lesser und Peiffer hatten im Anschluss an das Sprintrennen Verständnis für Kühns Entscheidung gezeigt. Auch das kam bei den Experten nicht gut an.

Kühn selbst sagte, er «war mental am Ende. Ich war extrem enttäuscht und verärgert über meine miserable Leistung», sagte er der «Passauer Neuen Presse». Er habe Probleme mit der Scheibenhöhe gehabt, dadurch seien eine Trefferverlagerung nach oben und die Fehler entstanden.

Bundestrainer Mark Kirchner nahm Kühn nicht aus dem Weltcupkader, sondern gibt ihm wie auch dem in der Vorwoche enttäuschenden Roman Rees eine weitere Chance. «Roman Rees und Johannes Kühn können zeigen, dass sie mehr können», sagte der 50-Jährige.

© dpa-infocom, dpa:210310-99-761221/2

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