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Lochners Kampfansage an verletzten Friedrich

Winterberg (dpa)

Drei Wochen vor der WM in St. Moritz muss Dauersieger Friedrich kürzertreten. Ein Muskelfaserriss bremst den viermaligen Olympiasieger aus. Zudem wird der Bayer Lochner immer stärker.

Von dpa

Johannes Lochner und Georg Fleischhauer im Eiskanal in Winterberg. Foto: Friso Gentsch/dpa

Mit zwei Weltcupsiegen hintereinander im Zweierbob hat sich Johannes Lochner drei Wochen vor der Weltmeisterschaft in St. Moritz aussichtsreich in Position gebracht.

Im Dauerduell mit Dominator Francesco Friedrich, der wegen eines Muskelfaserrisses im Oberschenkel nur mit halber Kraft starten kann, macht der Berchtesgadener eine klare WM-Ansage: «Silber im kleinen Schlitten habe ich genug. Ich will endlich Weltmeister werden. Der Franz wird zur WM wieder in Topform sein, dann werden wir ihm einen harten Kampf liefern», sagte der Bayer in Richtung des Sachsen.

Mit Anschub-Rakete Georg Fleischhauer setzte sich der für Stuttgart startende Lochner in Winterberg mit 0,14 Sekunden Vorsprung gegen den Schweizer Michael Vogt durch. Christoph Hafer vom BC Bad Feilnbach/Eintracht Frankfurt kam mit Matthias Sommer auf Platz vier hinter dem Briten Brad Hall ins Ziel.

Friedrich: «Kein Risiko» mit Blick auf WM

Der zweimalige Doppel-Olympiasieger Friedrich landete mit Thorsten Margis auf Rang sechs. Damit verpasste der Rekordweltmeister vom BSC Sachsen Oberbärenburg erstmals seit Januar 2022 in Sigulda wieder das Podest im kleinen Schlitten. Auf der Bahn im Hochsauerland verfehlte Friedrich im Zweierbob zuletzt 2014 als Fünfter das Siegertreppchen. «Ich habe mich vor neun Tagen verletzt, jetzt kommt es auf jeden Tag an. Ich muss mich erholen, die Physios tun alles, was sie können. Mit Blick auf die WM gehen wir kein Risiko», sagte der 32-Jährige.

Zweierbob-Olympiasiegerin Laura Nolte gewann zuvor den Monobob-Weltcup auf ihrer Heimbahn. Die 24-Jährige hatte 0,18 Sekunden Vorsprung auf Monobob-Olympiasiegerin Kaillie Humphries aus den USA. Lisa Buckwitz vom BRC Thüringen landete nach einem völlig verkorksten zweiten Lauf auf Rang vier hinter Kim Kalicki aus Wiesbaden. «Der zweite Weltcupsieg hintereinander und dann noch zu Hause, das ist einfach super», sagte Nolte.

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