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Winterspiele in Peking

Friedrich, Taubitz, Geiger, Nörl: Deutsche Gold-Kandidaten

Peking (dpa)

Gold ist das große Ziel. In Peking soll das vollendet werden, wofür Sportlerinnen und Sportler vier Jahre hart gearbeitet haben. Es gibt auch einige klare Favoriten aus Deutschland.

Von Thomas Wolfer, dpa

Träumt nun von ihrer ersten Olympia-Medaille überhaupt: Julia Taubitz. Foto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

Wer holt Gold für Deutschland? Wenn am Freitag in Peking die Olympischen Winterspiele eröffnet werden, hoffen einige Athletinnen und Athleten auf den ganz großen Coup.

Darunter sind bekannte Namen wie Bob-Dominator Francesco Friedrich oder Skispringer Karl Geiger, aber auch einige noch weniger bekannte Kandidaten aus Disziplinen, die seltener in der Öffentlichkeit stehen.

Eine Auswahl:

Francesco Friedrich: Wer Bob-Gold aus China mitbringen will, muss den 31-Jährigen aus Sachsen bezwingen. Doppel-Olympiasieger Friedrich geht im Zweier und im Vierer als Topfavorit in den Eiskanal in den Bergen nordwestlich der Hauptstadt. Konkurrenz bekommt der 13-malige Weltmeister auch aus dem eigenen Team durch Johannes Lochner.

Julia Taubitz: Zum zweiten Mal landete die 25-Jährige im Gesamtweltcup ganz vorne, verdiente sich aber nicht nur dadurch den Status der Mitfavoritin bei den Rennrodlerinnen. Die Sportsoldatin aus dem sächsischen Oberwiesenthal wurde im Vorjahr Weltmeisterin im Einzel und träumt nun von ihrer ersten Olympia-Medaille überhaupt.

Karl Geiger: Der Skispringer aus Oberstdorf holte sich vor dem Abflug nach China noch einmal kräftig Motivation. Mit einem zweiten Platz bei der Generalprobe in Willingen eroberte der 28-Jährige die Führung im Gesamtweltcup zurück. Vor vier Jahren holte Geiger in Pyeongchang mit dem Team Silber - nun soll es auch im Einzel klappen.

Mariama Jamanka: Die Formkurve der Pyeongchang-Olympiasiegerin im Zweierbob zeigte zuletzt steil nach oben. Die 31-Jährige aus Berlin hat nun in Asien sogar noch eine zweite Medaillenchance. Erstmals wird auch im Monobob um Edelmetall gefahren. In dieser neuen Disziplin hatte Jamanka zuletzt überraschend den EM-Titel gewonnen.

Ramona Hofmeister: Wieder ruhen die Hoffnungen der Snowboarder im Parallel-Riesenslalom auf der 25-Jährigen aus Bischofswiesen. Bei ihrem letzten Olympia-Auftritt in Südkorea reichte es 2018 zu Bronze. In diesem Winter holte die WM-Zweite von 2021 zudem den Gesamtsieg im Weltcup und reist so mit vielen positiven Erlebnissen nach Peking.

Benedikt Doll: Pünktlich zum Saison-Höhepunkt ist der Schwarzwälder in Top-Form. Der 31-Jährige gewann gerade den Massenstart in Antholz - es war das letzte Biathlon-Rennen vor Olympia. Doll hatte schon einmal alle überrascht, als er 2017 Weltmeister im Sprint wurde. Und wenn es alleine nicht klappt, bleibt ihm immer noch die Staffel.

Katharina Althaus: Die 25-Jährige aus Oberstdorf weiß, wie's geht. 2018 gab es für die beste deutsche Skispringerin im Einzel Silber. Zuletzt wurde sie beim Heimspiel in Willingen zweimal Zweite und kann ihre Teamkollegin Carina Vogt beerben, die 2014 in Sotschi als erste Frau Gold von der Schanze holte. Vogt ist in Peking nicht dabei.

Johannes Ludwig: Vor vier Jahren sicherte er sich Bronze, nun soll es für den Thüringer endlich auch Rennrodel-Gold im Einzel geben. Der 35-Jährige gewann in diesem Jahr zum ersten Mal den Gesamtweltcup und zeigte im Olympia-Winter die konstantesten Leistungen. Bei der EM patzte er kürzlich in St. Moritz als Elfter, blieb aber optimistisch.

Martin Nörl: Der Name des Snowboardcrossers ist bislang vor allem den Fachleuten bekannt, in Peking könnte aber der Durchbruch erfolgen. Nörl präsentierte sich vor Olympia in Bestform und gewann zuletzt beim Weltcup im italienischen Cortina d'Ampezzo. Es war schon der dritte Triumph des Winters für den 28-Jährigen vom DJK-SV Adlkofen.

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