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Weltcup in Berchtesgaden

Snowboarderinnen mit Kugelcoup und Abschiedsgala

Emotionaler geht es kaum: Beim Heim-Weltcup gelingt Ramona Hofmeister der erneute Coup im Gesamtweltcup. Teamkollegin Selina Jörg rast bei ihren letzten zwei Rennen auch noch zweimal auf das Podest.

dpa

Bei Ramona Hofmeister (l) und Selina Jörg flossen die Tränen. Foto: Sven Hoppe

Berchtesgaden (dpa) - Selina Jörg fiel ihrem Freund Martin um den Hals und heulte überwältigt los. Ramona Hofmeister kletterte flugs über die Absperrung und ließ sich feiern.

Den deutschen Ausnahme-Snowboarderinnen ist beim Saisonabschluss «dahoam» ein emotional nicht zu überbietendes Finale gelungen. Hofmeister, die zehn Minuten von dem Rennhang entfernt aufgewachsen ist, machte auf ihrem Hausberg den erneuten Triumph im Gesamtweltcup perfekt. «Das ist unglaublich», sagte die 24-Jährige. «Wahnsinn.»

Jörg bejubelte mit einem zweiten Platz am Samstag und Rang drei an der Seite von Stefan Baumeister im Teamevent am Sonntag noch zwei Podesterfolge, ehe sie ihre lange und am Ende golden funkelnde Karriere beendete. «Das ist fast schon zu kitschig», sagte die 33 Jahre alte Allgäuerin und musste sich immer wieder Tränen aus den Augen wischen. «Das war wirklich der Hammer heute.»

Geschlagen wurde Jörg nur von Ex-Weltmeisterin Julie Zogg aus der Schweiz. Dass ihre Teamkollegin Carolin Langenhorst als Dritte auch noch auf dem Podest stand, machte Jörgs Tag perfekt. Am Sonntag durfte sie neben Teamkollege Baumeister dann noch mal auf das Treppchen - für Platz drei im Mixed-Wettkampf hinter dem russischen Sieger-Pärchen und einem Team aus der Schweiz. Im kleinen Finale hatten Jörg und Baumeister ein österreichisches Duo bezwungen.

Hofmeister hatte am Samstag die große Kristallkugel als Siegerin im Gesamtweltcup erfolgreich verteidigt. Weil ihre noch verbliebene Rivalin Sofia Nadirschina aus Russland in der ersten Runde stürzte und ausschied, war der Triumph perfekt. Dass Hofmeister dann nicht über das Viertelfinale hinauskam, fiel nicht mehr ins Gewicht.

«Die Kugel hier daheim in Empfang nehmen zu dürfen, das muss ich erst mal sacken lassen», erzählte die 24-Jährige. Zusätzlich emotional wurde es, als Jörg und auch Teamkollegin Cheyenne Loch in einer kleinen Zeremonie verabschiedet wurde. «Das tut im Herzen weh», sagte Hofmeister ins Mikrofon, ehe ihr die Stimme stockte und sie dann weinend die beiden langjährigen Teamkolleginnen umarmte.

In der nächsten Olympia-Saison muss es vor allem Hofmeister richten. Snowboard-Rentnerin Jörg meinte: «Die anderen werden das rocken!»

© dpa-infocom, dpa:210321-99-908820/3

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