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Nach England-Veto

Brasilien beruft weitere neun Spieler für WM-Quali

Rio de Janeiro (dpa)

Von dpa

Brasiliens Matheus Cunha bejubelt sein Tor zum 1:0 im Olympia-Finale - Tite nominierte ihn nun für die anstehenden WM-Qualifikationsspiele. Foto: Andre Penner/AP/dpa

Nach der Weigerung der Premier League-Clubs, Spieler in Länder auf der Roten Corona-Liste der britischen Regierung abzustellen, hat Brasiliens Fußball-Nationaltrainer Tite neun weitere Spieler für die anstehenden WM-Qualifikationsspiele in Südamerika berufen.

Zu den Nominierten gehören vor allem Profis, die in Brasilien aktiv sind, etwa Rückkehrer Hulk (Atlético Mineiro), aber unter anderen auch Vinicius Jr. von Real Madrid, Gerson (Olympique Marseille) und Malcolm (Zenit St. Petersburg), wie aus einer Mitteilung des Brasilianischen Fußballverbandes hervorging. «Dies ist eine Gelegenheit für alle Spieler, die jetzt einberufen werden», wurde Tite zitiert.

Dagegen scheint Uruguays Coach Oscar Tabárez darauf zu vertrauen, dass die südamerikanischen Nationalmannschaften aus dem Vollen schöpfen können, wie die uruguayische Zeitung «El País» schrieb. Trainer-Routinier Tabárez hatte trotz des Abstellstreits seinen Kader für die WM-Quali in Südamerika unter anderem mit den Stars Luis Suárez (Atlético Madrid) und Edinson Cavani (Manchester United) berufen.

Zuvor hatte der Präsident des Chilenischen Fußballverbandes, Pablo Milad, deutlich gemacht: «Die Spieler müssen kommen, um die Eliminatorias zu spielen.» Es sei ein FIFA-Datum und das Reglement klar, was die Verpflichtung der Vereine angeht, Spieler freizugeben. Chile-Star Arturo Vidal (Inter Mailand) freute sich bereits und kündigte seine Reise an: «Ich werde da sein, mit dem gleichen Willen und dem gleichen Herzen wie immer», hieß in einer Veröffentlichung auf dem Instagram-Account Vidals.

Die spanische Profi-Liga zog im Streit mit dem Weltverband FIFA sogar vor den Internationalen Sportgerichtshof CAS, der französische Ligaverband kritisierte den Weltverband ebenfalls. FIFA-Präsident Gianni Infantino hatte Ligen und Vereine dazu aufgerufen, sich solidarisch zu verhalten und ihre Nationalspieler für die anstehenden Länderspiele abzustellen.

Brasilien trifft in der Südamerika-Qualifikation in Santiago de Chile am 2. September auf Chile, in São Paulo am 5. September auf Argentinien und in Recife am 9. September auf Peru. Der Klassiker gegen Argentinien war wegen der Corona-Pandemie im März verschoben worden. Uruguay bekommt es in Lima am 2. September mit Peru, in Montevideo am 5. September mit Bolivien und am 9. September mit Ecuador zu tun. Die Qualifikation in Südamerika für die WM in Katar 2022 führt Brasilien vor Argentinien, Ecuador und Uruguay an.

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