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Fußball: Regionalliga West

Wenn jeder Eckball Geld bringt – Preußen-Saisonspende mit Rekorderlös

Münster

9500 Euro sammelte Sven Scholz mit seiner Preußen-Saisonspende in der Regionalliga-Spielzeit. Hinter dem blanken Ergebnisse stecken viele Teilnehmer und manchmal auch interessante Geschichten. Der Erlös verteilt sich auf viele Institutionen.

Sven Scholz Foto: privat

Die Saisonspende ist mittlerweile vielen im Umfeld des Fußball-Regionalligisten Preußen Münster ein Begriff. Zum dritten Mal hat Sven Scholz, der einer der Betreiber des Fanmagazins „nullsechs.de“ ist, fleißig für den guten Zweck gesammelt. Satte 9500 Euro kamen dabei zusammen. Ein neuer Rekordwert nach 5232 Euro im ersten und 6315,30 Euro im zweiten Jahr.

Die Idee kam dem 39-Jährigen 2018, als er eine ähnliche Idee in einem Blog des 1. FC Magdeburg aufschnappte und auf den SCP übertrug. „Ich habe dann anfangs die meisten Leute persönlich angesprochen. Vor allem in Fankreisen waren viele sofort dabei.“ Aber auch Abwehr-Urgestein ­Simon Scherder war von Beginn an involviert. Weil zudem „nullsechs.de“ eine gute Reichweite besitzt, wurden die Projekte schnurstracks miteinander verbunden. „Am liebsten erzähle ich ja die Geschichte von Fabian Menig“, sagt Scholz. „Er hatte in seiner ersten Spielzeit trotz 37 Partien kein einziges Tor gemacht. Sein Einsatz war, dass er das Trikot, in dem er den ersten Treffer erzielt, versteigert und den Erlös spendet.“ Es passierte dann in Kaiserslautern auf dem Betzenberg, der Verteidiger berichtete später, dass er schon beim Jubel an sein Versprechen dachte.

Auch Preußen-Trainer spendet

Dank Ex-Coach Sven Hübscher engagierte sich in der Serie 2019/20 auch die Mannschaft erstmals gemeinschaftlich. Kassenwart Scherder führte genau Buch. Aber auch das Fanprojekt ist seitdem im Rennen, einige Sponsoren oder Clubverantwortliche stiegen ebenfalls ein. Nach dem Abstieg in die Regionalliga beteiligte sich zudem das Präsidium.

Chefcoach Sascha Hildmann wiederum gab 10 Euro pro Sieg (23 waren es am Ende) – gemeinsam mit seinem Vater stockte er jetzt auf 500 Euro auf. Andere Teilnehmer ließen sich verrückte Dinge wie 50 Cent pro Eckball einfallen (Scholz: „Schwer, genau nachzuhalten“). Der Getränkeverkauf am Fan-Container fand in der Geisterspielphase virtuell statt und brachte auch starke Summen ein.

Das Geld geht übrigens nicht nur an eine wohltätige Organisation, sondern verteilt sich auf viele, meist regionale Anlaufstellen. Eine genaue Liste und viele Informationen mehr finden sich im Netz: nullsechs.de/saisonspende

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