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Handball: Verbandsliga

Westfalia-Trainer Dreskornfeld setzt auf Deckung und Tempo

Münster

Lange gab es keinen Handball-Verbandsligisten mehr bei den Männern in Münster. Nun wagt Westfalia Kinderhaus einen Anlauf. Die taktische Marschroute ist klar, einige Routiniers stehen bereit. Doch die junge Garde spielt sich vermehrt in den Vordergrund.

-tre-

Neuer Cheftrainer bei der Westfalia: Michael Dreskornfeld löste Sebastian Dreiszis ab. Foto: Jörg Riemenschneider

Die Sache ist so eindeutig, dass eine interne Abstimmung gar nicht notwendig war. Weil mindestens ein Drittel der Verbandsliga absteigt und Westfalia Kinderhaus nur aufgrund eines komplizierten Koeffizienten der vergangenen Jahre aufgerückt ist, geht es einzig um den Klassenerhalt. „Das ist allen klar“, sagt Trainer Michael Dreskornfeld. „Wir müssen uns etablieren, behaupten und werden nur in den wenigsten Spielen der Favorit sein.“ Zumindest das Personal macht ihm Freude. 19 Namen stehen auf seiner Liste, lediglich Jan Limke fällt vorerst aus. Vielleicht kommt aber im Laufe der Saison noch Verstärkung dazu.

Die Achse bilden sicher Routiniers wie Manuel und David Honerkamp oder Jens Giesbert. Sie sollen auch das Faustpfand in der Abwehr sein, das der Neuling so dringend braucht. „Unsere Stärke war in den vergangenen Jahre die Deckung, aus der wir dann ins Tempospiel gekommen sind und einfache Tore gemacht haben“, sagt Dreskornfeld. „Das wünscht sich wahrscheinlich fast jeder Trainer so, doch unser Spiel ist darauf auch ausgerichtet.“

Es sind aber nicht nur die erfahrenen Kräfte, die die Münsteraner tragen sollen, sondern auch einige junge Akteure haben große Fortschritte gemacht. Michel Flockert, der von Sparta Münster kam, attestiert Dreskornfeld eine sehr gute Vorbereitung. Außerdem sah er bei Jonathan Hollenbeck eine stetige Entwicklung. „Ich denke, dass wir einen guten Mix haben.“

Für den Handball in der Stadt ist das Westfalia-Abenteuer zweifellos eine große Chance. In der Verbandsliga war seit Sparta kein Team mehr am Ball. Und das ist schon über zehn Jahre her.

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