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Reiten: Agravis-Cup

„Wir hatten keine andere Wahl“ – Absage auch für 2022

Münster

Überraschend kommt es nicht, leicht fiel den Organisatoren des Agravis-Cups die Entscheidung zur Absage jedoch auch nicht. Die Corona-Lage ließ ihnen aber wohl keine andere Wahl. Der Blick richtet sich bereits Richtung 2023. Dann könnte es wieder was werden.

Von Henner Henning

Auch im Januar 2022 findet in der Halle Münsterland nach der Absage des Agravis-Cups Foto: Jürgen Peperhowe

Das Damoklesschwert der Absage schwebte schon seit einigen Tagen und Wochen bedrohlich über dem Agravis-Cup. Die sich seit dem Herbst stetig verschärfende Corona-Lage bereitete den Organisatoren eine Menge Mühe und noch mehr Sorgen, bis es am Montag schließlich offiziell hieß: „Das Turnier findet nicht statt.“ Wie schon 2021.

„Die Situation lässt uns leider keine andere Wahl. Für unsere Veranstaltung sind wir nun an dem spätmöglichsten Zeitpunkt, an dem wir entscheiden mussten. Und nach einer intensiven Risikoabwägung ist eine Weiterführung der Planungen nicht mehr tragbar“, sagt Oliver Schulze Brüning, Vorsitzender des gastgebenden Reiterverbands Münster.

Finanzieller Verlust befürchtet

Die pandemiebedingten Auflagen, unter denen der Agravis-Cup hätte durchgeführt werden können, beeinträchtigen nicht nur einen Teil der Turnier-DNA, zu der neben dem Sport auch das gesellige Beisammensein in der Messehalle gehört. Die Auflagen betreffen auch das Budget, bei mehr Kosten und weniger Einnahmen würde der finanzielle Verlust im Fall einer Durchführung zu groß. „Insgesamt macht es keinen Sinn. Auch moralisch können wir es nicht verantworten. Wir waren noch im Oktober davon überzeugt, dass wir es im 2G-Modus durchführen können. Doch die Situation hat sich geändert“, sagt Schulze Brüning.

1920 Zuschauer hätten in der großen Halle am Albersloher Weg Platz gefunden, Stehränge dagegen waren dagegen im kompletten Innenbereich untersagt. Gerade für den Ausstellungssektor und rund um die Abreiteplätze eine Vorgabe, die in diesen Zeiten „sicher nötig ist, uns aber auch viele Möglichkeiten nehmen“, so Schulze Brüning.

Enttäuschung und Vernunft

Die Enttäuschung ist allenthalben groß, die Entscheidung aber findet bei Sponsoren und Partnern breite Zustimmung, die Übereinstimmung bei der Abwägung war groß. „Wir hatten uns auf den ersten Agravis-Cup gefreut. Aber jetzt sind Vernunft, Verantwortung und Weitsicht gefragt“, erklärt etwa Dirk Klöckler, Vorstandsvorsitzender des Titelsponsors.

Nachdem nun die abermalige Absage offiziell ist, liegt der Fokus der Turniermacher schon auf 2023. Dann soll das traditionsreiche Turnier endlich wieder stattfinden, terminiert ist es vom 11. bis zum 15. Januar. Im Vorverkauf bereits erworbene Tickets behalten ihre Gültigkeit. „Wir richten den Blick mit großer Energie und Zuversicht auf das Jahr 2023“, heißt es.

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