1. www.wn.de
  2. >
  3. Sport
  4. >
  5. WWU Baskets legen noch mal zu und landen gegen Jena einen Big Point

  6. >

Basketball: 2. Bundesliga Pro A

WWU Baskets legen noch mal zu und landen gegen Jena einen Big Point

Münster

Es war spannend bis zum allerletzten Wurf. Im für die Tabellenlage extrem wichtigen Heimspiel gegen Medipolis SC Jena legten die WWU Baskets Münster im letzten Viertel noch mal zu und holten sich den 68:67-Erfolg.

Cosmo Grühn setzt sich in dieser Szene unter Jenas Korb durch und feierte mit den Baskets einen elementaren Sieg. Foto: Jürgen Peperhowe

Die WWU Baskets Münster haben in der 2. Bundesliga Pro A einen Big Point gesetzt. Gegen das Top-Team Medipolis SC Jena gewann der Neuling mit 68:67 (32:36) – ein ganz wichtiger Erfolg, nachdem Münster vor dem Jahreswechsel unglücklich nach Verlängerung in Dresden verloren hatte.

„Respekt an die Mannschaft, die sich zurück in das Spiel gekämpft hat. Ich freue mich für die Jungs, auch wenn es sicher kein schönes Spiel von uns war. Aber man muss auch mal ein schlechtes Spiel gewinnen“, sagte Trainer Björn Harmsen.

Das für den 40-Jährigen „besondere Spiel“ gegen seinen Ex-Club, den er einst als langjähriger Coach in die Bundesliga geführt hatte, begann für sein Team vielversprechend. Zwar lag Münster zunächst zurück, ließ aber dank der sieben Punkte von Adam Touray – darunter ein Dunking nach einem Zuckerpass von Hilmar Petursson – nicht abreißen und ging nach den drei verwandelten Freiwürfen von Andreas Seiferth beim 13:12 erstmals in Führung (6.). Die Baskets waren direkt drin in dieser ansehnlichen Partie, in der sich der kriselnde Aufstiegsanwärter aus Thüringen zum Ende des ersten Viertels erstmals etwas mehr Luft verschaffte (20:15, 9.). Dabei hatte der Gastgeber Probleme, Jenas Spiel unter dem Korb zu stoppen, die Big Men Adam Pechacek und Björn Rohwer kamen so zu leichten Punkten. Und der 2,13 Meter große Rohwer hatte offenbar Gefallen gefunden, traf vor Viertelende sowie danach aus der Distanz und von der Linie zum 27:17. Münster war gefordert, um nicht den Anschluss zu verlieren – und Münster lieferte, halbierte den Rückstand nach Seiferths Korberfolg zum 27:32.

2250 Zuschauer vor Ort

Mehr Kontakt aber ließ Jena nicht zu. Positiv war, dass die Baskets sich vor 2250 Zuschauern richtig reinbissen, in Schlagdistanz blieben, nicht zuletzt nach dem Dreier von Jasper Günther zum Pausenstand.

Es war der erste Treffer aus der Distanz bei 14 Versuchen – da gab es Steigerungsbedarf und -möglichkeiten. Doch fallen wollten die Fernwürfe auch im dritten Viertel nicht, Cosmo Grühn und Stefan Weß scheiterten. So musste sich die Harmsen-Truppe die Zähler auf anderem Wege erarbeiten und tat dies etwa durch das Dreipunktspiel des zum Brett ziehenden Darien Jackson (41:44, 27.). Bitter nur, dass beim folgenden Angriff Kapitän Seiferth sein viertes Foul kassierte und zunächst von der Bank aus das Spiel verfolgen musste. Von dort musste er mitansehen, wie Darien Jackson nach einem Foul ein Technisches obendrein erhielt, woraus Rohwer per Freiwurf zwei Punkte machte. Beim 43:51 (29.) musste Harmsen eine Auszeit nehmen, um sein Team neu zu sortieren. Immerhin verringerte Günther vor der letzten Viertelpause den Rückstand (45:51).

Björn Harmsen Foto: Peperhowe

Ging hier noch was für die Münsteraner? Unbedingt. Günther stellte mit seinem zweiten Dreier auf 48:53, Weß verkürzte nach einem Block von Jordan Jones auf 50:55, wenig später Hilmar Petursson aus der Distanz auf 57:58 (35.). Jetzt wurde die Halle Berg Fidel laut, erst recht nach dem Grühn-Dreier zum 60:62. Die Baskets waren dran – und dann vorbei an Jena, weil Grühn 190 Sekunden vor dem Ende und der zurückgekehrte Seiferth nachlegten (65:62).

Stimmung am Siedepunkt

Stimmung und Spannung waren nun am Siedepunkt. Mit Ballbesitz und einer 67:64-Führung ging es in die Schlussminute, in der die Baskets erst einmal das Spielgerät hergaben. Dieses brachte 24,6 Sekunden vor Schluss Carlton Guyton zum 67:67 in der münsterischen Reuse unter. Heimsieg oder bittere Pille? Oder Verlängerung? Petursson durfte 5,6 Sekunden vor Schluss an die Linie – traf aber nur den ersten Freiwurf. Der letzte Schuss gehörte Jena. Doch Pechacek verballerte den Dreier und verwandelte die Halle in ein Tollhaus.

Startseite