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Basketball: 2. Bundesliga Pro B

WWU Baskets finden Gefallen an der Einsamkeit mit vier Punkten Vorsprung

Münster

Die Konkurrenz lässt nach und nach Federn, die WWU Baskets Münster aber gehen ihren Weg. Sie sind weiter ungeschlagen und schauen voller Selbstvertrauen dem Heimspiel gegen die Iserlohn Kangaroos entgegen. Immer wieder springen andere Akteure in die Bresche.

Von Henner Henning

29 Punkte, Karriere-Bestwert: Helge Wezorke Foto: Peter Leßmann

Rund um die WWU Baskets Münster wird es einsam. Nach der 77:80-Niederlage des ersten Verfolgers TKS 49ers am Sonntag gegen Rist Wedel ist der Spitzenreiter der Konkurrenz noch weiter entrückt und hat nun schon vier Punkte Vorsprung auf die dreiköpfige Jägerschaft aus Stahnsdorf, Wedel und Wolmirstedt. Zumindest registriert haben dürfte diesen Umstand der Primus der 2. Bundesliga Pro B, der am Samstag auch seine achte Aufgabe löste und bei den EN Baskets Schwelm anfänglichen Schwierigkeiten trotzte.

Eine Halbzeit lang stand der Hausherr den Münsteranern ergebnistechnisch auf den Füßen, mit 52:50 war der Gäste-Vorsprung zur Pause von minimaler Natur. Doch was sich schon im zweiten Viertel andeutete, wurde dann nach dem Seitenwechsel eindeutig: Wenn die Baskets einmal ins Rollen kommen, sich taktisch gefunden und die Visiere justiert haben, sind sie nur schwer bis – ja, bislang – gar nicht aufzuhalten. „Wir hatten in der ersten Hälfte einige Ballverluste, haben dann defensiv nicht gut umgeschaltet“, sprach Trainer Björn Harmsen frühe Unzulänglichkeiten an. Und da dazu die gut herausgespielten Wurfmöglichkeiten vergeben wurden, war es 20 Minuten lang eine ausgeglichene Partie. „Aber wir sind zusammengeblieben und haben die Dinge umgesetzt, die wir brauchten, um zu gewinnen. Wir haben ein tolles Team“, so Ryan Richmond.

Viele starke Schultern

Zur Mannschaftsleistung beim letztlich klaren 110:93-Erfolg trug er mit elf Assists und elf Punkten sein Scherflein bei, er war ein wichtiges Teil in dem starken Kollektiv, aus dem diesmal der erneut starke Adam Touray (23 Zähler, sieben von sieben Freiwürfen) und ganz besonders Helge Wezorke herausragten. 29 Punkte, vier von vier Dreiern, 83 Prozent Quote aus dem Feld, zehn Rebounds – Wezorke war von den Schwelmer nicht zu packen und das perfekte Beispiel dafür, dass bei den Baskets die Verantwortung auf viele Schultern verteilt wird.

Die Baskets zeigen bislang Stärke, können am Samstag (19.30 Uhr) mit den Iserlohn Kangaroos einen weiteren Konkurrenten distanzieren – und dafür sorgen, dass es um sie herum einsam bleibt. Denn Einsamkeit ist in diesem Falle was Schönes.

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