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Basketball: 2. Bundesliga Pro B

WWU Baskets können in Hamburg auf Schlendrian gut verzichten

Münster

Die vorletzte Aufgabe der Hauptrunde führt die WWU Baskets Münster zum ETV Hamburg. Das Schlusslicht beruft sich vor allem auf seinen Top-Spieler Mubarak Salami. Um für die Playoffs Selbstvertrauen zu tanken, eignet sich aus Sicht des Tabellenführers auch ein Sieg beim Außenseiter.

Von Henner Henning

Ryan Richmond und die Baskets sind Favorit bei den Hamburgern um Vladimir Migunov (r.) und Foto: Wilfried Hiegemann

Es ist die größtmögliche tabellarische Spanne, die es geben kann: Der Spitzenreiter gastiert beim Schlusslicht, der lange feststehende Hauptrunden-Meister der Nordstaffel gibt seine Visitenkarte beim Dauer-Letzten ab. Die Favoritenfrage stellt sich nicht, auch der Blick auf die Statistik mit einer Siegbilanz von 19:1 gegenüber 2:18 lässt die WWU Baskets Münster am Samstag (19.30 Uhr) als Goliath beim ETV Hamburg antreten. Doch nicht nur der hanseatische David strahlt eine gewisse Gefahr aus, da ist auch der unsichtbare Feind namens Schlendrian, der sich in den Baskets-Reihen versteckt haben könnte.

Trainer Björn Harmsen könnte ganz gelassen die vorletzte Aufgabe der Hauptrunde, gleichzeitig das Bergfest der abschließenden Auswärtstrilogie nach Iserlohn (68:63) und vor Bernau (26. März), angehen. Doch wer den 39-Jährigen kennt, weiß, dass er Nachlässigkeiten nicht duldet – auch nicht, wenn der sportliche Wert dieser Begegnung für die Münsteraner allenfalls statistischen Charakter besitzt. Auch wenn es rechnerisch nicht mehr um viel geht, möchte Harmsen gerne die Pro-B-Hauptrunde als beste Mannschaft beider Staffeln abschließen möchte. Zum Vergleich: Im Süden führen die Dresden Titans das Ranking mit 18:3 an.

Harmsen kennt seine Pappenheimer

Das bestmögliche Ergebnis ist das eine, die Einstellung und das Auftreten seiner Schützlinge das andere – und da kommt Kollege Schlendrian wieder ins Spiel. „Meine Mannschaft neigt dazu, solche Spiele nicht immer ganz zu ernstzunehmen. Da haben wir ein paar Pappenheimer im Team. Daher wird es die Herausforderung sein, Gas zu geben und die Partie nicht zur Qual werden zu lassen“, so Harmsen. Zumal jeder weitere Sieg mit Blick auf die am 2. April beginnenden Playoffs das Vertrauen und den Glauben in die eigenen Qualitäten zusätzlich erhöhen wird.

Die Vorbereitung auf den möglichen 20. Saisonerfolg in der Sporthalle Wandsbek verlief zufriedenstellend, aber auch nicht nach Wunsch. So musste neben dem länger verletzten Adam Touray (Fußbruch) mit Kai Hänig (Rückenprobleme) der zweite Center kürzertreten, zudem fehlte Kapitän Thomas Reuter beruflich bedingt. Und auch die Trainingszeiten waren wegen der Heimspiele des Volleyball-Bundesligisten USC Münster nicht optimal. „Aber es war alles okay“, sagt Harmsen, der sich am Samstagmittag mit dem Baskets-Tross gen Elbe aufmacht.

Mubarak Salami

Dort freut sich der ETV vor dem Gang in die Abstiegsrunde auf seine ganz eigene „Meisterprüfung“, wie die Hamburger um Liga-Topscorer und Alleinunterhalter Mubarak Salami (28 Punkte im Schnitt) das Duell mit Münster nennen. Erst zwei Siege stehen auf dem Konto der Hanseaten, einen davon fuhren sie jüngst dank 44 Salami-Punkten gegen die Dragons Rhöndorf ein. Ein Zeichen, dass die Moral des Schlusslichts ungebrochen ist. „Wir wollen uns in jedem Spiel so teuer verkaufen wie möglich, und dann werden wir sehen, was dabei rauskommt“, erklärt Salami. Es ist zwar keine Kampfansage, als Mahnung an die Wachsamkeit der Baskets aber dient sie allemal.

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